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Bio-Energie

Der Punkt Bio-Energie behandelt hier Alternativ-Energie bzw. erneuerbare Energie oder regenerative Energie. Es handelt sich hier um Energie aus nachhaltigen Quellen, die nach menschlichen Maßstäben unerschöpflich sind. Das Grundprinzip ihrer Nutzung besteht darin, dass aus den in der Umwelt laufend stattfindenden Prozessen Energie abgezweigt und der technischen Verwendung zugeführt wird. Die vom Menschen nutzbaren Energieströme entspringen unterschiedlichen Primärquellen:

  • der thermonuklearen Umwandlung in der Sonne,
  • dem radioaktiven Zerfall im Erdinnern,
  • der Erdrotation und den damit verbundenen Effekten (Gezeiten).

Auf der Erde können diese Energiequellen in Form von Sonnenlicht und -wärme, Windenergie, Wasserkraft, Biomasse und Erdwärme genutzt werden. Die beste Energie allerdings ist diejenige, die wir nicht verbrauchen! Leider wird weltweit immer mehr Energie benötigt, was – milde ausgedrückt - nicht spurlos an unserem Klima vorübergeht. Derzeit wird der Energiebedarf großteils durch die Gewinnung nicht erneuerbarer Ressourcen wie Öl, Gas, Kohle und in geringem Umfang durch die Produktion von Atomenergie gedeckt.

energieeinsatzenergietraeger07.jpg

 

Konventionelle Energieträger

Öl, Kohle oder Gas enthalten Kohlenstoff, der sich beim Verbrennen mit Sauerstoff verbindet und sich als Kohlendioxid in der Atmosphäre anreichert. Bald werden diese Quellen erschöpft sein – aktuellen Schätzungen zufolge Erdöl in ca. 40 Jahren, Erdgas in 60 Jahren und Kohle in 200 Jahren. Wenn wir diese Reserven noch aufbrauchen, hätte das fatale Folgen für unser Klima. Die steigende CO2-Konzentration in der Atmosphäre würde zu einem Temperaturanstieg von etwa 4 – 9 ° C und einem Meeresspiegelanstieg von drei bis acht Metern im Vergleich zu heute führen.

Atomkraftwerke sind tickende Zeitbomben. Das Super-GAU-Risiko – 16 % in Europa und 40 % weltweit - ist ungleich höher als der weltweite Anteil am Energieverbrauch von nur 2,3 %. Atomstrom wäre also ohne weiteres verzichtbar. Atomkraftwerke werden rund 50 Jahre betrieben und das Risiko von Reaktorunfällen erhöht sich, je älter die Anlagen werden. Die radioaktiven Abfälle von Atomkraftwerken werden quer durch Europa transportiert und müssen Hunderttausende Jahre von der Umwelt abgeschirmt werden. Ein betriebsbereites Endlager gibt es weltweit nicht. Bei der Entsorgung wird mit Recycling argumentiert, tatsächlich erhöht sich bei der umweltverseuchenden Wiederaufbereitung das Volumen des Strahlenmülls. Atomenergie tötet auf jeden Fall – entweder durch einen Unfall (siehe Tschernobyl - mehrere zehntausende Tote) oder schleichend durch die radioaktive Verseuchung der Umwelt.

Es muss daher ein Atomenergie-Stopp, ein fließender Ausstieg aus fossilen Energieträgern, der Ausbau von Erneuerbaren Energien und Effizienzsteigerung forciert werden, wofür sich vor allem Greenpeace einsetzt. Es liegt aber auch an jedem Einzelnen, diesen Energiewandel voranzutreiben, indem er sich für umweltfreundliche Energie entscheidet.

Energiebilanzen

Energiebilanzen spiegeln den Energiefluss durch das sozio-ökonomische System wieder, indem Aufkommen und Verwendung einander gegenübergestellt werden.

Die Entwicklung von 2007 auf 2008 präsentiert sich wie folgt:


Der österreichische Bruttoinlandsverbrauch ist um 0,3% auf 1.428.761 TJ gestiegen.

Die Wetterbedingungen können als wesentliche Ursache dafür angesehen werden, da die Heizgradsummen im Vergleich zu 2007 mit 3,5% deutlich gestiegen sind.

In Österreich weist der Bruttoinlandsverbrauch von Kohle (-5,9%), Erdöl (-3,3%) und elektrischem Strom (-26,5%) Rückgänge auf. Der Verbrauch von Erdgas (+7,1%) und erneuerbaren Energieträgern (+5,2%) wies deutliche Steigerungen auf.

Erdöl stellt mit einem Anteil von 39,4% nach wie vor den bedeutendsten Energieträger dar, gefolgt von den erneuerbaren Energieträgern mit einem Anteil von 26,6%, Naturgas mit einem Anteil von 22,1% und Kohle mit einem Anteil von 10,6%.

Die zweite zentrale Größe in der Energiebilanz ist der Energetische Endverbrauch, also jene Energiemenge, die dem Verbraucher für die Umsetzung in Nutzenergie zur Verfügung steht. Erdöl ist mit einem Anteil von 41,2% am energetischen Endverbrauch nach wie vor der bedeutendste Energieträger, gefolgt von elektrischer Energie mit 19,4%, Gas mit 17,3%, den erneuerbaren Energieträgern mit 14,1%, Fernwärme mit 5,7% und Kohle mit 2,2%. Ein Anstieg des Verbrauchs wird vor allem bei Heizenergieträgern, d.h. bei den Biogenen Energieträgern (5.715 TJ bzw. 3,9%), Naturgas (9.982 TJ bzw. 5,6%) und bei Gasöl für Heizzwecke (8.738 TJ bzw. 14,0%) verzeichnet. Fossile Treibstoffe weisen deutliche Rückgänge auf: Diesel mit -8.587 TJ bzw. -3,4% und Benzin mit -8.496 TJ bzw. -10,1%. Der Einsatz von elektrischer Energie war um 218 TJ bzw. 0,1% rückläufig. Insgesamt ist der Energetische Endverbrauch um 0,8% auf 1.088.583 TJ gestiegen.

Nach Sektoren machen der Verkehr mit 33,7%, der produzierende Bereich mit 28,6%, die privaten Haushalte mit 25,0% und die öffentlichen und privaten Dienstleistungen mit 10,4% den größten Anteil am Energetischen Endverbrauch aus.

Energieerzeugung erneuerbare Energieträger

Der Bruttoinlandsverbrauch (BIV) in Österreich betrug im Jahr 2007 rund 1.421 PJ. Die Energiebereitstellung aus erneuerbaren Energieträgern im Jahr 2007 betrug 358.910 TJ, das sind ca. 25,3% vom österreichischen Bruttoinlandsverbrauch.
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Das EU-Parlament hat am 17. Dezember 2008 beschlossen, bis 2020 20% des Gesamtenergieeinsatzes in Europa aus erneuerbaren Quellen zu decken. Für Österreich ist eine Erhöhung des Anteils auf 34% im Jahr 2020 vorgesehen. Zusätzlich sollen die Treibhausgasemissionen um 20% gesenkt und insgesamt 20% weniger Energie verbraucht werden.
       
Erneuerbare Energieträger 2007

Im Jahr 2001 lag der Anteil der erneuerbaren Energieträger gemessen am Bruttoinlandsverbrauch (BIV) bei 23,2%. Im Zeitraum von 2001 bis zum Jahr 2007 wurde der Energieoutput aus erneuerbaren Energieträgern um 21% erhöht. Dieser Anstieg ist durch den verstärkten Einsatz von Biokraftstoffen hervorgerufen.

Die angeführte Abbildung weist die Zusammensetzung der einzelnen erneuerbaren Energieträger aus. Rund 36,1% der Energiemenge aus erneuerbaren Energieträgern werden aus der Wasserkraft bereitgestellt.

Der Sammelbegriff "Bio-Brenn/Treibstoffe" umfasst Biotreibstoffe (z.B. Biodiesel) und Brennstoffe (z.B. Ablauge, Biogas etc.) und nimmt mit 33,0% einen weiteren wichtigen Teil neben Brennholz (18,0%) ein. Windkraft und Photovoltaik nehmen mit 2,0% an den gesamten erneuerbaren Energie einen geringen Anteil ein.

Novelle Ökostromgesetz

Die Novelle zum Ökostromgesetz wurde am 8. Juli 2008 vom Nationalrat beschlossen.

Gegenüber dem Ökostromgesetz aus dem Jahr 2002 sind folgende Änderungen in der Novelle enthalten: Es sind keine Zielwerte für den Anteil von sogenannten neuen erneuerbaren Energieträgern an der Stromproduktion in Österreich vorgesehen. Als limitierende Faktoren sind vorhandene Ressourcen für die Ökostromanlagen definiert. 

Für rohstoffabhängige Technologien (dies sind feste und flüssige Biomasse sowie Biogas) wird die Förderdauer auf 15 Jahre und für alle anderen förderfähigen Technologien auf 13 Jahre ausgeweitet.

Das Unterstützungsvolumen von jährlich € 21 Millionen wird nach dem Prinzip "first come - first serve" aufgeteilt. Ausgenommen davon ist die Photovoltaik, der ab einer installierten Leistung größer 5 kW maximal 10% des Unterstützungsvolumens zur Verfügung stehen.

Kleine Photovoltaik-Anlagen (kleiner 5 kW) werden mittels Investitionszuschüssen im Rahmen des KLI.EN-Fonds gefördert.

Die Ökostromabwicklungsstelle bleibt die e-control. Der Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend kann einen Rostoffzuschlag pro erzeugter Strommenge erteilen. Zusätzlich können rohstoffabhängige Anlagen auch nach Ablauf der Vergütungspflicht weiter unterstützt werden.

Durch gezielte Förderungen sollen Anreize geschaffen werden, die Brennstoffnutzungsgrade bei bestehenden Anlagen zu erhöhen. 

Quellen und weitere Details aller Beiträge zu Erneuerbarer Energie:
http://www.klimaschutz.bka.gv.at
http://www.umweltbundesamt.at
http://www.e-control.at
http://www.blt.bmlfuw.gv.at
http://www.statistik.at
http://www.austriasolar.at
http://www.igwindkraft.at
http://www.biomasseverband.at
http://www.alpine-wasserkraft.com
http://www.eva.ac.at
http://www.kompost-biogas.info
http://www.wikipedia.de

Titel Zugriffe
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