Bio-Lebensmittel

Bio-Lebensmittel

Das Hauptanliegen der biologischen Landwirtschaft ist die Produktion hochwertiger, gesunder Lebensmittel und damit verbunden wichtige ökologische und landschaftspflegerische Leistungen. Während es beim herkömmlichen Landbau um eine Steigerung der Erträge durch Intensivwirtschaft oder Massentierhaltung geht, steht beim Bio-Landbau das Zusammenspiel von Mensch, Tier, Pflanze und Umwelt als vernetzte Einheit im Mittelpunkt. Die biologische Landwirtschaft verwendet in der Produktion ausschließlich Mittel, die in der Natur vorkommen und unterliegt sehr strengen Gesetzen.

Kontrollierte Qualität garantiert das Biokontrollzeichen, das einem Betrieb erst nach eingehender Prüfung durch die Lebensmittelbehörde bzw. staatlich autorisierte Prüfstellen zuerkannt wird.

Bio und Gentechnik

Der von Österreich geforderte Schwellenwert für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) an der Nachweisgrenze von 0,1% konnte nicht erreicht werden. EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel hatte den im konventionellen Bereich üblichen Grenzwert von 0,9% auch für Bioprodukte vorgeschlagen und bei einer überwiegenden Mehrheit der Mitgliedsstaaten dafür Unterstützung erhalten. Österreich konnte in Verhandlungen…

Die Entwicklung der Bio-Bewegung - Bioverbände

Der Beginn der Biobewegung in Österreich ist auf das Jahr 1927 mit den ersten Pionierbetrieben in Kärnten datiert. Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre folgten verbandsartige Organisationsstrukturen, es formierten sich Beratung und Ausbildung.1959 wurde ORBI als erster österreichischer Bioverband gegründet. Weitere Verbandsgründungen fanden statt, Forschungsaktivitäten wurden gesetzt, der Name…

Bioverbände

Bioverbände garantieren ökologische Qualität. Stellt ein Landwirt seinen Betrieb auf die biologische Landwirtschaft um, dann steht es ihm frei, einem Bioverband beizutreten oder nicht. Entscheidet er sich für eine Verbandsmitgliedschaft, dann muss er auch die zum Teil strengeren Verbandsrichtlinien erfüllen, die die biologische Bewirtschaftungsweise regelt. Vorteile der Mitgliedschaft bei einem…

Biokontrolle

Sämtliche Bio-Betriebe, sowohl die Bio-Bauern, als auch die Verarbeiter und Importeure unterliegen einem Kontrollsystem. Die Biokontrollen werden von der österreichischen Lebensmittelbehörde bzw. von staatlich autorisierten Prüfstellen mindestens 1 x pro Jahr durchgeführt. Sie erfolgen unangemeldet beim Biohersteller, wobei dieser die Kosten der Prüfung übernehmen muss. Weiters muss ein Vertrag mit…

Biokennzeichnung

Bio-Kennzeichnung Ab 1. Jänner 2009 gilt für die Produktion und Kennzeichnung von Bio-Lebensmitteln die neue Bio-Verordnung (EG) 834/2007. Der Hinweis "aus biologischer Landwirtschaft" der bisher verpflichtend war, ist nicht mehr notwendig, es reicht die Bezeichnung z.B "Bio-Weizen". Weiters muss, wie bisher, die Kontrollnummer und/oder der Name der Bio-Kontrollstelle (siehe unten)…

Prinzipien des biologischen Landbaus

Saatgut Das Saatgut wird keiner chemischen Behandlung unterworfen. Düngung Keine Verwendung von chemisch-synthetischen Düngemitteln – es sind ausschließlich organische und mineralische Düngemittel erlaubt (Stall- und Hühnermist, Gülle oder Jauche, Kompost, Stroh, Torf, Ton, Organische Nebenprodukte der Lebensmittel- und der Textilindustrie, Algen und Algenerzeugnisse, Sägemehl, Rinde und Holzabfälle, Asche, Rohphosphat, Aluminiumcalciumphosphatgestein,…

Bio-Falle

Bezeichnungen wie "umweltfreundlich", "umweltschonend", "naturnah" oder "ungespritzt" werden häufig zur Irreführung verwendet. Es sind rechtlich ungeschützte Begriffe und garantieren keine biologische bzw. ökologische Herkunft. "Kontrolliert" ohne den Hinweis auf ökologischen oder biologischen Landbau besagt wenig. Steht es allein, ist dies ein sicherer Hinweis, dass kein Bio-Produkt vorliegt. „Aus kontrolliertem Eigenbau“…

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