Biokennzeichnung

Bio-Kennzeichnung

Ab 1. Jänner 2009 gilt für die Produktion und Kennzeichnung von Bio-Lebensmitteln die neue Bio-Verordnung (EG) 834/2007. Der Hinweis "aus biologischer Landwirtschaft" der bisher verpflichtend war, ist nicht mehr notwendig, es reicht die Bezeichnung z.B "Bio-Weizen".

Weiters muss, wie bisher, die Kontrollnummer und/oder der Name der Bio-Kontrollstelle (siehe unten) angeführt sein.

Kontrollnummer NEU - ab 1.7.2010

AT-BIO-XXX O-5432

AT für Österreich, BIO bedeutet, dass es sich um ein Produkt aus kontrolliert biologischem Anbau handelt und XXX steht für die jeweilige Kontrollstelle:

AT-BIO-301 Austria Bio Garantie GmbH (ABG)
AT-BIO-401 BIOS – Biokontrollservice Österreich
AT-BIO-402 Lacon GmbH
AT-BIO-501 Salzburger Landwirtschaftliche Kontrolle GmbH (SLK)
AT-BIO-902 SGS Austria Controll-Co.GesmbH
AT-BIO-701 Kontrollservice BIKO Tirol (BIKO)
AT-BIO-901 LVA GmbH

O-5432 Bsp. für eine BIO AUSTRIA-Mitgliedsnummer

Kontrollnummer (alt)

Beispiel: AT-N-01-BIO-0185-3L.

AT-N gibt den Sitz der Kontrollstelle an - AT für Österreich und N für Niederösterreich. 01 steht für die Nummer der Kontrollstelle. BIO bedeutet, dass es sich um ein Produkt aus kontrolliert biologischem Anbau handelt. 0185 ist die Nummer des Biobetriebs, 3 ist der Code des Bundeslandes des Bio-Betriebs (hier NÖ) und L steht für Landwirtschaft. Dieser Code garantiert die Rückverfolgbarkeit bis zum Bauern. Handelt es sich um Lebensmittel, die gemischt verarbeitet werden oder mit mehreren Zutaten, dann gibt die letzte Nr. nach BIO den Händler oder Verarbeiter an, z.B. AT-W-02-BIO-003H (= Händler) bzw. 003V (=Verarbeiter).

Verpflichtende Verwendung des EU-Bio-Logos ab 1.7.2010

Ab 1.7.2010 muss auf jedem vorverpackten Lenbensmittel mit einem Bio-Anteil von mehr als 95% das EU-Bio-Logo drauf sein. Neben dem EU-Bio-Logo können auch das AMA-Bio-Zeichen und das BIO-Verband-Markenzeichen draufstehen. Umstellungsprodukte dürfen damit nicht gekennzeichnet werden.



Kennzeichnung der Herkunft


Alle vorverpackten Bio-Lebensmittel müssen ab 1. Juli 2010 einen Hinweis auf die Herkunft der verarbeiteten Rohstoffe enthalten.

Die Angabe erfolgt unmittelbar unter dem EU-Bio-Logo. Je nach Herkunftsland der Zutaten gibt es folgende Varianten:

  • aus EU-Landwirtschaft: Die Gesamtmenge an Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs stammt zu 98 % aus der EU
  • aus Nicht–EU-Landwirtschaft: Die Erzeugnisse oder Rohstoffe werden aus Drittländern importiert.
  • aus EU-/Nicht-EU-Landwirtschaft: Es werden nicht nur EU-Rohstoffe bei der Produktion eingesetzt.
  • aus österreichischer Landwirtschaft: Die Gesamtmenge an Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs stammt zu 98 % aus Österreich. Diese Kennzeichnungsart kann analog auch für andere Länder verwendet werden. Dabei kann es sich um ein EU-Land oder Drittland handeln, zum Beispiel Kaffee aus Ecuador

Verpackungsmaterial, das der alten Bio-VO entsprochen hat und vor dem 1.1.2009 produziert wurde, darf bis zum 1. Jänner 2012 weiterverwendet werden.


Zusätzlich garantieren folgende Kontrollzeichen echte Bio-Produkte

Die AMA-Biokontrollzeichen

Die Rohstoffe müssen zur Gänze aus Österreich kommen, sofern sie bei uns erzeugt werden können. Ansonsten darf der Anteil der nicht in Österreich herstellbaren Rohstoffe den Toleranzbereich von einem Drittel nicht überschreiten.

Das AMA-Biozeichen ohne Ursprungsangabe steht für die biologische Landwirtschaft und die Kontrolle des biologischen Anbaus der Rohstoffe des Produkts. Es verweist aber nicht auf die regionale Herkunft.

Logos von Bioverbänden und Biokontrollstellen

Verbandslogos

Biokontrollstellen

EU-Biozeichen alt

Verpackungsmaterial, das der alten Bio-VO entsprochen hat und vor dem 1.1.2009 produziert wurde, darf bis zum 1. Jänner 2012 weiterverwendet werden.

Deutsches Bio-Gütesiegel

Das im Jahr 2001 eingeführte deutsche Bio-Gütesiegel ist ein kleines Sechseck auf dem deutlich der Begriff "Bio" zu lesen ist. Die originale Ausführung ist in schwarz und grün gehalten, es dürfen aber produktionsbedingt auch einfärbige oder schwarz/weiße Versionen am jeweiligen Produkt angebracht werden. Das Siegel besagt, dass mindestens 95 % der Zutaten aus biologischem Anbau stammen. Eine Aussage über die Herkunft ist damit nicht verbunden. Wo also das deutsche Biogütesiegel drauf ist, muss keine deutsche Herkunft drin sein. Weiters beruft es sich auf die EU-Ökoverordnung, setzt also keine eigenen, über die EU-Verordnung hinausgehende Maßstäbe und erreicht damit nicht das Niveau des österreichischen Biosiegels.


Handelsmarken:

Dies ist nur eine Auswahl an vorhandenen Handelsmarken, die für Bio-Produkte stehen.

ja!Natürlich: Eigenmarke der Bio-Produkte von Billa, Merkur, Bipa und Adeg (Rewe-Konzern).

Natur pur: Eigenmarke der Bio-Produkte von Spar, Euro-Spar und Inter-Spar.

Natur aktiv: Eigenmarke der Bio-Produkte von Hofer

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Zurück zum Urspung: Eigenmarke der Bio-Produkte von Hofer

BIOBIO: Eigenmarke der Bio-Produkte bei Zielpunkt und Plus

Echt Bio: Eigenmarke der Bio-Produkte bei Penny Markt (Rewe-Konzern)

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BIOTREND: Bio-Eigenmarke der Handelskette Liedl

Bergkräuter: Tees und Gewürze aus biologischem Anbau

Bio-Molkerei: Bio-Milchprodukte aus der Bio-Molkerei Lembach

Bio-Plus: Milchprodukte und Käse aus biologischem Anbau aus Kärnten werden in diversen Geschäften angeboten.

Bio Fisch: Die Arbeitsgemeinschaft Bio-Fisch ist ein Zusammenschluss von Teichwirten, die nach den Richtlinien des Bio-Verbandes "Bio Austria" Karpfenteichwirtschaft und Forellenzucht betreiben.

Bioveritas: Zusammenschluss der Spitzen-Bioweingüter Österreichs.

Fehlen alle diese Garantiemerkmale, z.B. auf einem Bauernmarkt, erfragen Sie, bei welchem Bioverband er Mitglied ist (2/3 der Biobauern sind Verbandmitglieder) oder verlangen Sie das Zertifikat seiner Kontrollstelle.

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