Doku zu Kernenergielügen: Indischer Filmemacher erzählt von „Nuclear Lies“

Praved Krishnapilla wurde in Kerala, Indien, geboren, lebt und arbeitet aber mittlerweile seit über 15 Jahren in Wien. Krishnapillas Familie lebt in unmittelbarer Nähe zu den Atomkraftwerken in Koodankulam und so ist er auch direkt von den Entwicklungen vor Ort betroffen. Praved Krishnapilla wurde in Kerala, Indien, geboren, lebt und arbeitet aber mittlerweile seit über 15 Jahren in Wien. Krishnapillas Familie lebt in unmittelbarer Nähe zu den Atomkraftwerken in Koodankulam und so ist er auch direkt von den Entwicklungen vor Ort betroffen.

"Nuclear Lies" des indischen Filmemachers Praved Krishnapilla deckt die Missstände in der indischen Atomindustrie auf. 

Der 72-minütige Dokumentarfilm "Nuclear Lies" in deutscher Sprache nimmt die Seher mit auf eine Reise zu verschiedenen Standorten der Atomindustrie in Indien - angefangen bei einer Uran-Mine in Jadugoda im Osten des Landes über die derzeit größte geplante Nuklearanlage der Welt in Jaitapur an der Westküste bis hin zu den beiden Reaktorblöcken bei Koodankulam an der Südspitze Indiens. Er zeigt die furchtbaren Missstände sowie die Lügen und die Propaganda der Regierung zur Atomenergie in Indien auf. Dabei stellt Regisseur Praved Krishnapilla weniger die ökonomischen Zusammenhänge in den Vordergrund, sondern widmet sich vielmehr den Stimmen und Perspektiven der Betroffenen und ihrem persönlichen Kampf ums Überleben.

Zum Trailer

Öffentliche Vorführungen:
29. Juni 2015:
Zwettl, Fachschule Edelhof (Aula), 19.30 Uhr anschließend Publikumsgespräch - Detailinfos
1. Juli 2015:
St. Leonhard/Hornerwald, Museums Café, 20 Uhr anschließend Publikumsgespräch  - Detailinfos

Der Regisseur
"In der Schule wurde mir beigebracht, dass Atomenergie gut sei und so wuchs ich wie die meisten Inder mit dieser Überzeugung auf. Erst nach und nach begann ich das Thema kritisch zu reflektieren und zu recherchieren. Mit meinem Film möchte ich auf die negativen Auswirkungen der Atomindustrie aufmerksam machen und einen Veränderungsprozess anstoßen", erklärt Praved Krishnapilla seine Motivation für den Film.

Der 39-jährige wurde in Kerala, Indien, geboren, lebt und arbeitet aber mittlerweile seit über 15 Jahren in Wien. Nach seinem Psychologie-Studium in Indien begann er als Redakteur beim indischen Staatsfernsehen zu arbeiten und wirkte an zahlreichen Fernsehbeiträgen und Dokumentationen über Umwelt- und soziale Themen mit. In Wien war er für die Vereinten Nationen tätig und lehrt aktuell neben seinen Filmprojekten an der Universität für angewandte Kunst. Krishnapillas Familie lebt in unmittelbarer Nähe zu den Atomkraftwerken in Koodankulam und so ist er auch direkt von den Entwicklungen vor Ort betroffen.

Der Film - von der Idee zur Realisation
Über zwei Jahre vergingen von der ersten konkreten Idee bis zur Fertigstellung des Films. Bereits im Jahr 2013 reiste Praved Krishnapilla nach Indien, um die ersten von insgesamt über 50 Interviews zu führen und die schwierigen Produktionsbedingungen abzuschätzen. 2014 starteten die eigentlichen Dreharbeiten zusammen mit einem lokalen 5-köpfigen Team über einen Zeitraum von 5 Wochen.

Möglich gemacht wurde das Projekt durch zahlreiche Unterstützer. Besonderer Dank gilt dem Waldviertler EnergieStammtisch, der oekostrom AG, Neongreen Network, oekonews.at, der Windkraft Simonsfeld, der Anti-Atom-Koordination des Landes NÖ, rund zehn österreichischen Anti-Atom-Organisationen und einer Reihe von Klima-und Energie-Modellregionen sowie auch all jenen, die sich an der Crowdfunding-Kampagne beteiligt haben.

Als besondere Quelle der Inspiration und Motivation diente dem Regisseur die Pionierin der österreichischen Ökologiebewegung Freda Meissner-Blau, die ihn persönlich zur Umsetzung des Filmes ermutigte.

Quelle & weitere Infos:
nuclearlies.net
www.energiestammtisch.at.tt

Letzte Änderung amDonnerstag, 25 Juni 2015 14:26

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