30 Jahre Biolandhaus Arche - Der mit dem Tofu tanzt

Ilmar und Rosalinde Tessmann (links) mit Künstler Erwin Klinzer - Das Biohotel hat sich immer schon sehr engagiert für die eigene Region eingesetzt, ob jetzt bei den mystischen Wanderwegen und Orten der Kraft oder bei der Erhalt des Kärntner Blondviehs, einer vom Aussterben bedrohten Rasse. Ilmar und Rosalinde Tessmann (links) mit Künstler Erwin Klinzer - Das Biohotel hat sich immer schon sehr engagiert für die eigene Region eingesetzt, ob jetzt bei den mystischen Wanderwegen und Orten der Kraft oder bei der Erhalt des Kärntner Blondviehs, einer vom Aussterben bedrohten Rasse.

Das „Biolandhaus Arche“ in St. Oswald bei Eberstein, Österreichs erstes Hotel mit Umweltzeichen, feiert seinen Dreißiger. Ein Jubiläum, das mit viel Kunst begangen wird.

St. Oswald/Eberstein - Sie waren gewissermaßen Österreichs „Bioniere“ – das Ehepaar Tessmann, das hoch droben über Eberstein vor dreißig Jahren ein Bio-Hotel eröffnet hatte. Als erste Herberge ihrer Art setzten sie vom Beginn an auf vollwertige vegetarische Küche. Ein Sakrileg für die Schnitzel- und Backhendlfraktion, die den Untergang des panierten Abendmales witterte. Selbst ein prominenter Tourismusberater winkte ab: „Das kann nicht funktionieren.“

Vom rauen Lüftchen, das ihnen entgegenwehte, ließen sich die Tessmanns nicht irritieren. Allen Unkenrufen zum Trotz erblühte das Biolandhaus mit dem sensationellen Weitblick auf die Julischen Alpen – und das nicht nur, was den Blumenschmuck und den liebevoll angelegten Garten betrifft. Die ursprünglichen zwei Betten sind mittlerweile auf 35 angewachsen.

Mit 7800 Nächtigungen jährlich ist die Arche – übrigens auch Mitglied bei den Kärntner ***-Geheimtipps – der stärkste Frequenzbringer im Tal. Zahlreichen Auszeichnungen und Ehrungen (zuletzt bekamen sie zum zweiten Mal den „Green Brand“ verliehen) bestätigen sie in ihrem Weg. Und das trotz – oder grad wegen der Tessmann’schen Konsequenz. Bis heute hat Mutter Rosalinde, die mit ihren 78 Jahren immer noch täglich in der Küche steht, kein Stückchen Fleisch in die Pfanne gelegt. „Ich verkoche keine Leich‘ aus dem Plastiksackerl“, sagt die resolute Gastgeberin, die gegen die Massentierhaltung wettert und deren Mohnnudeln mit Rhabarbermus über den grünen Klee gelobt werden.

Etwa vom Künstler Erwin Klinzer, der nicht nur gern in der Arche isst, sondern ihr in den letzten drei Jahren innen wie außen ein frisches Farbkleid verpasst hat. Klinzer, der ebenfalls aus der Gemeinde stammt und über zwanzig Jahre lang in Andy Warhols Factory in New York kreativ tätig war, wählte für die Arche die Farbtöne Gelb, Vanille und das warme „Klinzerrot“. Er ist aber nicht der einzige Künstler, der an der Arche Hand anlegt: Glaskünstler Karl Heinz Simonitsch und Kirchenmaler Herbert Begher haben sich ebenso im Biolandhaus verewigt wie Wasserbildhauer Hans Muhr, der einen Brunnen gestalten wird.

Hotelier Ilmar Tessmann jun. betont den „Wohnzimmercharakter“ der Arche. Das ist es auch, was seine Gäste, die oft aus überfüllten Städten hierher fliehen, am Biolandhaus lieben. „Dass es so heimelig ist. Ein Zufluchtsort oberhalb der Wolkengrenze.“

Der Name „Arche“ kommt übrigens nicht von Ungefähr: Neben dem biblischen Kreuzfahrtschiff bedeutet der Begriff im Griechischen „Anfang“. Nie ausruhen, immer wieder auf der Suche sein nach Innovationen – das ist auch eine notwendige Tugend für einen, der als erfolgreicher „Bionier“ in die nächsten dreißig Jahre startet.

Das nächste Seminar:
3. bis 5. Juli, Dorn Breuss Massagekurs mit Karin Krieger

Aussender & weitere Infos:
Biolandhaus Arche - Familie Tessmann
A-9372 Eberstein-St. Oswald, Vollwertweg 1a, Kärnten - Österreich
0043 4264 8120
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Letzte Änderung amSonntag, 28 Juni 2015 12:10

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