So., 25. April, 10 - 16 Uhr Saisoneröffnung: Sortenvielfalt - Alte Sorten – Gemüseraritäten

Angebot:
Viele Paradeisersorten, Paprika, Pfefferoni, Chili , Melanzani, Gurken, Zucchini, Kürbisse, Melonen, Salate, Kohlgewächse, Fenchel, Lauch etc.Kräuter: diverse Basilikum, Salbei, Minzen, Thymian, Shiso, Papalo, etc.Sortenraritäten: Andenbeeren, Yaconwurzel, Malabarspinat , diverse Erdbeeren, Knollenziest, Erdmandel, Tomatillo, Cardy, Artischocken, etc.
Weitere Angebote siehe www.ochsenherz.at

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Freitag, den 09. April 2010 um 12:34 Uhr

Soziale Landwirtschaft in Gänserndorf: WUK bio.pflanzen

WUK bio.pflanzen ist das jüngste Arbeitsintegrationsprojekt des Wiener Werkstätten- und Kulturhauses in Zusammenarbeit mit dem AMS NÖ und Biohof Adamah.

Am 15. April 2010 um 16:00 Uhr eröffnet Arbeits- und Sozialminister Rudolf Hundstorfer gemeinsam mit AMS-Landesgeschäftsführer Karl Fakler und WUK-Geschäftsleiterin Ute Fragner und Biobauer Gerhard Zoubek den sozialökonomischen Betrieb WUK bio.pflanzen in Gänserndorf, Novofermstraße 11.

WUK bio.pflanzen ist das jüngste Arbeitsintegrationsprojekt des Wiener Werkstätten- und Kulturhauses. In Zusammenarbeit mit dem AMS Niederösterreich werden langzeitbeschäftigungslose Frauen und Männer auf ihren Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt vorbereitet. Unter fachlicher Anleitung produzieren befristet beschäftigte MitarbeiterInnen kontrolliert biologische Zierpflanzen und Kräuter und übernehmen die Pflege von Grünflächen in der Region. Durch gezielte Qualifizierung und sozialarbeiterische Betreuung werden die ProjektteilnehmerInnen auf die Vermittlung an regionale gärtnerische und landwirtschaftliche Unternehmen vorbereitet.

Das WUK wagt sich nach über 25 Jahren Erfahrung mit arbeitsmarktpolitischen Bildungs- und Beratungseinrichtungen nicht nur über die Wiener Stadtgrenze hinaus, sondern beschreitet auch konzeptuell neue Wege. Gemeinsam mit dem Partnerbetrieb Biohof Adamah wurde eine innovative Form der Unterstützung von Arbeit suchenden Menschen und der Förderung der regionalen Entwicklung geschaffen. „Das Konzept der Sozialen Landwirtschaft vereint ökologische, wirtschaftliche und soziale Ansprüche“, so Biobauer Gerhard Zoubek (Adamah), der dem Projekt nicht nur sein know how, sondern auch sein Vertriebsnetz zur Verfügung stellt. WUK-Geschäftsleiterin Ute Fragner ergänzt: „Ziel von WUK bio.pflanzen ist sowohl die nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums als auch die Integration von benachteiligten Menschen. In diesem Sinne wollen wir in der Region Gänserndorf etwas bewegen.“

Am Erfolg des Projektes zweifelt Fragner nicht, da es den Trend zu biologischen und regionalen Produkten und das steigende Bedürfnis vieler Menschen, soziale Verantwortung übernehmen zu wollen, verbindet: „Mit WUK bio.pflanzen ist es uns zu 100% gelungen, das richtige Projekt zur richtigen Zeit, am richtigen Ort und mit den richtigen Partnerinnen und Partnern zu starten.“ Aus Sicht des AMS bedeutet Erfolg in erster Linie natürlich die Wiedereingliederung von Langzeitbeschäftigungslosen in den Arbeitsmarkt. AMS-Landesgeschäftsführer Karl Fakler ist überzeugt davon, dass das Projekt hier einen wichtigen Beitrag leisten kann: „Ich bin mir sicher, dass der neue Betrieb für viele unserer Kundinnen und Kunden ein Sprungbrett zurück in den Arbeitsmarkt sein wird.“


Quelle & weitere Infos:

www.biopflanzen.wuk.at
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Der Biohof Adamah-Betreiber aus Glinzendorf liefert wöchentlich rund 4.000 Biokistln und erklärt im Gespräch mit GLOBAL 2000, warum ihm eine lebendige Erde und die Kultivierung alter Pflanzen wichtig sind.

GLOBAL 2000: Wie sind Sie zur Landwirtschaft gekommen?

Zoubek: Ich bin zum Glück kein gelernter Bauer und ich würde mir auch mehr Quereinsteiger in dieser Branche wünschen. Leider ist es so, dass die Tradition oft eine starke Kraft hat. Ich habe früher mit Landmaschinen zu tun gehabt, mir ist die Landwirtschaft nicht fremd. 1997 stellte sich bei meinen Schwiegereltern die Frage, wer den Betrieb übernehmen wird. Das war dann mein Einstieg in die Landwirtschaft.

GLOBAL 2000: Mit welchen Problemen sahen Sie sich zu Beginn Ihrer neuen Tätigkeit konfrontiert?

Zoubek: Ich bin davon überzeugt, wenn man ein gewisses Vertrauen in die Welt setzt, kann man Schwierigkeiten relativ einfach meistern. Die Biolandwirtschaft ist das Ursprüngliche und das haben die meisten Menschen leider vergessen. Die konventionelle Landwirtschaft gibt es vielleicht seit hundert Jahren. Mein Schwiegervater erinnerte sich an die Zeit, als die Konzerne kamen und die Bauern von dieser chemischen Revolution überzeugt haben. Am Anfang waren die Bauern kritisch und langsam haben sie es vergessen. Das ist die große Gefahr, auf die ich hinweisen möchte. Ich führe diese Gefahr auch unseren Kindern, vor Augen.

GLOBAL 2000: Sie waren also von Beginn an Bio-Bauer?

Zoubek: Ich war selber nie ein Chemie-Bauer. Ich haben den 70 Hektar-Betrieb übernommen und 1997 zur Hälfte auf Bio umgestellt. Meine Schwiegermutter hat die andere Hälfte des Betriebes noch zwei Jahre auf konventionelle Weise fortgeführt. Aber wir sind gleich in die Bioschiene eingestiegen und wir machen das ganze aus absoluter Überzeugung. Auch aus der Überzeugung, dass dies die einzig sinnvolle Wirtschaftsweise ist.

GLOBAL 2000: Welche Produkte bieten Sie den KonsumentInnen?

Zoubek: In der Landwirtschaft sind wir ein reiner Ackerbaubetrieb. Letztes Jahr hatten wir 63 Ackerbaukulturen. Das sind verschiedene Getreide- und Kräuterarten und natürlich verschiedene Gemüsearten. Obst bauen wir selbst keines an. In der Kiste bieten wir aber eine breitere Palette an. Es gibt Milch und Milchprodukte, Fleisch, Käse und Wurst.

GLOBAL 2000: Sie bieten auch Bio-Orangen und Bio-Bananen an, die natürlich nicht aus Österreich stammen. Wie können sich die KonsumentInnen sicher sein, dass es sich dabei um Bioware handelt?

Zoubek: Auch wenn wir selbst keinen Großhandel haben, ist es uns wichtig, dass es sich um Produkte aus kontrolliertem biologischen Anbau handelt. Der österreichische Konsument ist durch diese Vielzahl von Supermärkten unheimlich verdorben und in die Irre geführt. Die Kunden werden verführt mit dem Irrglauben, jetzt ist die Sonne da und weil die Sonne da ist, wächst alles schon. Natur braucht ihre Zeit. Das müssen wir den KundInnen transportieren. Wir versuchen durch die wöchentliche Kistl-Belieferung dem Kunden eine möglichst große Vielfalt zu bieten. Wir haben uns dazu entschieden, dass wir Produkte, die mit dem Flugzeug kommen, nicht anbieten. Bananen, die mit dem Schiff kommen und dort noch nachreifen, sind für uns noch okay. Wenn jemand wirklich rein regionale Produkte haben will, kann er das Regional-Kistl bestellen, auch wenn es dann zu bestimmten Jahreszeiten nur Lagergemüse wie Kartoffeln, Karotten und Sellerie gibt.

GLOBAL2000: Wie sind Sie auf die Idee der Biokiste gekommen?

Zoubek: Die Idee entstand aus der Direktvermarktung. Wir wollen unsere Produkte nicht als anonyme Masse in Supermärkten wiederfinden. Auch aus der Not heraus, dass es wenig individuelle Möglichkeiten im Großraum Wien gibt. Zum ersten Mal habe ich von der Abo-Kiste im Buch „Vermarktungsformen in der biologischen Landwirtschaft“ erfahren. Wir haben uns das in Deutschland angeschaut, wo besonders in Ballungsgebieten Abo-Kisten sehr häufig vorkommen.

GLOBAL 2000: Was bietet die Biokiste den Konsumenten?

Zoubek: Sie bietet einen saisonalen, regionalen und abwechslungsreichen Mix. Je nach Kistlart, ob man eine reine Gemüsekiste, eine reine Obstkiste oder eine gemischte Kiste bestellt. Zur Kiste erhält man auch Rezepte und Anregungen, was man mit dem Inhalt machen kann. Laut unseren Kunden gibt es durch das Abo einen gewissen Zwang zu kochen, manche sind sehr froh darüber.

GLOBAL 2000: Wieviele Haushalte beliefern Sie und welches ist die beliebteste Kiste?

Zoubek: Die beliebteste Kiste ist die gemischte Kiste. Wir haben einen durchschnittlichen Kundenumsatz von Euro 19,50 weil wir neben dem Kistl auch eine Reihe an Zusatzprodukten bieten. Außerdem bieten wir den Kunden kulinarische Lösungen. Nächste Woche ist Ostern, das heißt dass wir zum Osterlamm oder zum Osterbrot auch einen passenden Wein anbieten. Wir haben festgestellt, dass die Leute das sehr gerne mögen. Wir beliefern 4.300 bis 4.500 Kunden pro Woche.

Global 2000: Wieviele Mitarbeiter sind beim Biohof Adamah beschäftigt?

Zoubek: Wir haben in der Saison bis zu 80 MitarbeiterInnen und darauf bin ich sehr stolz. Das sind nicht nur HilfsarbeiterInnen in der Landwirtschaft, sondern auch sehr viele AkademikerInnen sind bei uns. Das sind ErnährungswissenschafterInnen aber auch Bodenkultur-AbsolventInnen. Ich bin davon überzeugt, dass die grüne Landwirtschaft viele Jobs schaffen kann, wenn sich die Bauern darauf besinnen, dass ihre Produkte einen Wert und auch einen Mehrwert haben, wenn sie direkt vermarktet werden. Wir werden auch wirtschaftlich gemessen, aber meine Prämisse ist nicht die Gewinnmaximierung sondern die Gewinnoptimierung.

GLOBAL 2000: Sie bieten auch Kochkurse, Exkursionen und Hoffeste an.

Zoubek: Biobauer zu sein, ist für mich mehr als nur auf Kunstdünger und Spritzmittel zu verzichten, es ist ein Lebensstil. Das fängt dabei an, dass wir uns biologisch ernähren: es gibt ein Biobier, es gibt einen Biowein und es gibt sehr gute deftige Biospeisen. Wir haben uns den Slogan „Bioprodukte mit Biographie“ gegeben, das heißt Transparenz steht an erster Stelle. Authentizität ist uns auch besonders wichtig, daher laden wir die Leute zu unseren Exkursionen und Hoffesten ein. Das passiert auch durch unsere Auftritte auf den Märkten. Mir persönlich ist es ein wichtiges Anliegen in den Schulen zu wirken. Was hilft unser Wissen und unsere Überzeugung, wenn Kinder durch die Industrie und ihrer Werbung Irre geführt werden. Mir geht es darum, den Kindern Lösungen anzubieten und Alternativen aufzuzeigen.

GLOBAL 2000: Von welchem Gütesiegel werden Sie zertifiziert?

Zoubek: Wir sind Mitglied der Bio Austria, die ihre eigenen, schärferen Regeln als Kodex-Betriebe haben. Wir lassen uns regelmäßig von der ABG, der Austria Bio Garantie, kontrollieren.

GLOBAL 2000: Welchen Stellenwert haben Ihrer Ansicht nach biologisch angebaute Produkte in Österreich?

Zoubek: Ich versuche immer wieder den Unterschied zwischen unseren Produkten mit Biographie und den industriellen Produkten mit austauschbaren PartnerInnen zu verdeutlichen. Für Bauern war es nie gut, dass Supermärkte Monopole innehaben. Die Supermarktketten haben wenig Interesse für die Ökologisierung der Welt. Ich finde es sehr schade, dass dort Bioprodukte mit konventionellen Marketing-Maßnahmen angeboten werden. Ich meine damit, dass Uniformität als absolutes Ziel gesehen wird, eine Karotte muss aussehen wie die andere. Ebenso stören mich die Hochglanzverpackungen. Für mich gehört der Mehrwert eines Bioproduktes erklärt.


Quelle: Global 2000/Carmen Waldhart

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Montag, den 22. Oktober 2007 um 13:09 Uhr

1. BIO AUSTRIA Gemüsetage 2007

Motto: Gemüsemosaik, 11. und 12. Dezember 2007 – Bildungshaus St. Hippolyt – St. Pölten.

So vielfältig wie ein Mosaik ist auch die Landschaft des Biogemüsebaus in Österreich. Sie setzt sich zusammen aus vielen Bausteinen. Kleine direktvermarktende Betriebe mit einer Vielzahl von Kulturen, Sorten, Raritäten oder eigenen Züchtungen finden sich ebenso wie flächenstarke Feldgemüsebaubetriebe, die große Mengen an die Supermärkte liefern. Intensiv wirtschaftende Betriebe mit dichten Gemüsefruchtfolgen und mit manchmal hohem Betriebsmitteleinsatz – vielleicht schon an der Grenze dessen, was Biolandbau meint – sind ebenso vertreten wie Betriebe, die schon lange im Biolandbau verwurzelt sind und denen geschlossene Betriebskreisläufe und ein gesunder Boden am Herzen liegen. Ihnen allen möchte BIO AUSTRIA Raum im Rahmen der 1. BIO AUSTRIA Gemüsetage geben. Es soll eine Plattform für fachliche Weiterbildung, für den Erfahrungsaustausch mit Experten aus dem In- und Ausland und für das Kennenlernen von Berufskollegen geschaffen werden. Das Aufzeigen neuer Produktionsmöglichkeiten soll zum Ausprobieren im Betrieb ermutigen.

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Gemüsetage 11.u.12.12.2007
Programmschwerpunkte:

Dienstag, 11. Dezember 2007: Markt und Pflanzenbau

  
  * Markt national und international
    * Vermarktung von Bio-Gemüse im Lebensmitteleinzelhandel
    * Vermarktung von Bio-Gemüse über Großküchen
    * Fruchtfolge als Basis des Gemüsebaues

Abends: Bio-Buffet mit Abendprogramm

Mittwoch, 12. Dezember 2007: Pflanzenstärkung und Pflanzenschutz

   
* Was kann ich meiner Pflanze Gutes tun? Pflanzenstärkung mit Mikroorganismen, Pflanzenextrakten, Homöopathie und energetischen
       Präparaten
    * biologische Qualität von Gemüsesaatgut
    * Torffreie und torfreduzierte Substrate
    * neue Strategien für die „Offene Zucht“
    * Wie kann die Wasserqualität verbessert werden?
    * Kooperation mit der Natur
    * Zusatzangebot: Einstieg in den Bio-Gemüsebau. Infos für umstellungsinteressierte Gemüsebaubetriebe

Teilnahmegebühr (
einschließlich Tagungsband, Mittagessen, Pausengetränke):

    * Für BIO AUSTRIA-Mitglieder, -Kooperationspartner und Studierende: 1. Tag: € 39,– Beide Tage: € 69,–
    * Für alle anderen Teilnehmer: 1. Tag: € 57,– Beide Tage: € 87,–
    * Abendbuffet: Für alle Teilnehmer: € 15,–

Anmeldung und weitere Informationen:

BIO AUSTRIA
4020 Linz
T: 0732/654 884
http://www.bio-austria.at
E: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Anmeldeschluss:
4. Dezember 2007

Veröffentlicht in Niederösterreich