Anständig essen
Für die Sendereihe kreuz & quer hat Bert Ehgartner - Medizinjournalist, Autor, Dokumentarfilmer - einen Film zum Thema "Anständig essen" gemacht, in dem es um die individuellen Beweggründe für Ernährung geht. Es werden drei Familien gezeigt mit ihren Hauptmotiven "Tierliebe", "Gesundheit" und "Nahrungsmittelqualität".
kreuz und quer: zur Sendung
Bei der vegan lebenden Familie Richter aus der Steiermark entstand der Entschluss, strikt auf alle Tierprodukte zu verzichten, aus der Beschäftigung mit den Zuständen in Tierfabriken.
Familie Knotzer hält auf ihrem Hof eine Schar Hühner. Sobald die Hähne erwachsen sind, beginnen sie zu kämpfen und so stellte sich bald die Frage, ob es das Ehepaar schaffen würde, die Tiere zu schlachten.
Familie Zoubek betreibt im niederösterreichischen Marchfeld den Biohof Adamah (Biokistl). Auf den Feldern wird auf 80 Hektar Gemüse angebaut. Für Sigrid Zoubek, die den Hof vor 15 Jahren von ihren Eltern übernommen hatte, war es ein wichtiges Anliegen, von der auf Kunstdünger- und Pestizid gestützten Produktion weg zu kommen und einen gesunden Boden zu erhalten.
Als Rahmenhandlung dient ein interkonfessionelles Abendessen im Waldviertler Stift Geras, bei dem "Kräuterpfarrer" Benedikt Felsinger mit der Hinduistin Anita Sahni über religiös motivierte Nahrungsmittel-Tabus spricht.
Der Film wurde am 27.12.2011 auf ORF 2 ausgestrahlt.
Quelle:
Gesund bis der Arzt kommt
Entdecken Sie Bio-Spezialitäten vom Frischehof aus der Südsteiermark!
Konsumieren Sie bio, regional & saisonal - der Familienbetrieb Frischehof in Leibnitz macht's möglich!
Genießen Sie unsere Mittagsmenüs aus knackigem hofeigenem Saisongemüse, probieren Sie unsere hausgemachten Mehlspeisen. Gekocht wird ausschließlich frisch und saisonal. Wir verarbeiten Lebensmittel aus eigener kontrollierter Bio-Landwirtschaft, Brot und Kuchen backen wir jeden Tag frisch.
In unserem Bio-Shop nebenan finden Sie eine reiche Auswahl regionaler Delikatessen aus kontrolliert biologischem Anbau: Probieren Sie unseren feinen Ziegenkäse, degustieren Sie unsere erlesenen Weine, wählen Sie aus vielen Brot- und Gebäckssorten, täglich selbstgebacken. Gemüse von den eigenen Gemüsefeldern, Ölspezialitäten wie unser kaltgepresstes Sonneblumenöl, nussiges Kürbiskernöl, Tee- und Honigspezialitäten, feinste Wurst- und Selchwaren. Unser Shop bietet ein vollständiges Bio-Sortiment, davon 700 regionale Spezialitäten.
Biobauer Zoubek: "Die Biolandwirtschaft ist das Ursprüngliche und das haben die meisten vergessen"
GLOBAL 2000: Wie sind Sie zur Landwirtschaft gekommen?
Zoubek: Ich bin zum Glück kein gelernter Bauer und ich würde mir auch mehr Quereinsteiger in dieser Branche wünschen. Leider ist es so, dass die Tradition oft eine starke Kraft hat. Ich habe früher mit Landmaschinen zu tun gehabt, mir ist die Landwirtschaft nicht fremd. 1997 stellte sich bei meinen Schwiegereltern die Frage, wer den Betrieb übernehmen wird. Das war dann mein Einstieg in die Landwirtschaft.
GLOBAL 2000: Mit welchen Problemen sahen Sie sich zu Beginn Ihrer neuen Tätigkeit konfrontiert?
Zoubek: Ich bin davon überzeugt, wenn man ein gewisses Vertrauen in die Welt setzt, kann man Schwierigkeiten relativ einfach meistern. Die Biolandwirtschaft ist das Ursprüngliche und das haben die meisten Menschen leider vergessen. Die konventionelle Landwirtschaft gibt es vielleicht seit hundert Jahren. Mein Schwiegervater erinnerte sich an die Zeit, als die Konzerne kamen und die Bauern von dieser chemischen Revolution überzeugt haben. Am Anfang waren die Bauern kritisch und langsam haben sie es vergessen. Das ist die große Gefahr, auf die ich hinweisen möchte. Ich führe diese Gefahr auch unseren Kindern, vor Augen.
GLOBAL 2000: Sie waren also von Beginn an Bio-Bauer?
Zoubek: Ich war selber nie ein Chemie-Bauer. Ich haben den 70 Hektar-Betrieb übernommen und 1997 zur Hälfte auf Bio umgestellt. Meine Schwiegermutter hat die andere Hälfte des Betriebes noch zwei Jahre auf konventionelle Weise fortgeführt. Aber wir sind gleich in die Bioschiene eingestiegen und wir machen das ganze aus absoluter Überzeugung. Auch aus der Überzeugung, dass dies die einzig sinnvolle Wirtschaftsweise ist.
GLOBAL 2000: Welche Produkte bieten Sie den KonsumentInnen?
Zoubek: In der Landwirtschaft sind wir ein reiner Ackerbaubetrieb. Letztes Jahr hatten wir 63 Ackerbaukulturen. Das sind verschiedene Getreide- und Kräuterarten und natürlich verschiedene Gemüsearten. Obst bauen wir selbst keines an. In der Kiste bieten wir aber eine breitere Palette an. Es gibt Milch und Milchprodukte, Fleisch, Käse und Wurst.
GLOBAL 2000: Sie bieten auch Bio-Orangen und Bio-Bananen an, die natürlich nicht aus Österreich stammen. Wie können sich die KonsumentInnen sicher sein, dass es sich dabei um Bioware handelt?
Zoubek: Auch wenn wir selbst keinen Großhandel haben, ist es uns wichtig, dass es sich um Produkte aus kontrolliertem biologischen Anbau handelt. Der österreichische Konsument ist durch diese Vielzahl von Supermärkten unheimlich verdorben und in die Irre geführt. Die Kunden werden verführt mit dem Irrglauben, jetzt ist die Sonne da und weil die Sonne da ist, wächst alles schon. Natur braucht ihre Zeit. Das müssen wir den KundInnen transportieren. Wir versuchen durch die wöchentliche Kistl-Belieferung dem Kunden eine möglichst große Vielfalt zu bieten. Wir haben uns dazu entschieden, dass wir Produkte, die mit dem Flugzeug kommen, nicht anbieten. Bananen, die mit dem Schiff kommen und dort noch nachreifen, sind für uns noch okay. Wenn jemand wirklich rein regionale Produkte haben will, kann er das Regional-Kistl bestellen, auch wenn es dann zu bestimmten Jahreszeiten nur Lagergemüse wie Kartoffeln, Karotten und Sellerie gibt.
GLOBAL2000: Wie sind Sie auf die Idee der Biokiste gekommen?
Zoubek: Die Idee entstand aus der Direktvermarktung. Wir wollen unsere Produkte nicht als anonyme Masse in Supermärkten wiederfinden. Auch aus der Not heraus, dass es wenig individuelle Möglichkeiten im Großraum Wien gibt. Zum ersten Mal habe ich von der Abo-Kiste im Buch „Vermarktungsformen in der biologischen Landwirtschaft“ erfahren. Wir haben uns das in Deutschland angeschaut, wo besonders in Ballungsgebieten Abo-Kisten sehr häufig vorkommen.
GLOBAL 2000: Was bietet die Biokiste den Konsumenten?
Zoubek: Sie bietet einen saisonalen, regionalen und abwechslungsreichen Mix. Je nach Kistlart, ob man eine reine Gemüsekiste, eine reine Obstkiste oder eine gemischte Kiste bestellt. Zur Kiste erhält man auch Rezepte und Anregungen, was man mit dem Inhalt machen kann. Laut unseren Kunden gibt es durch das Abo einen gewissen Zwang zu kochen, manche sind sehr froh darüber.
GLOBAL 2000: Wieviele Haushalte beliefern Sie und welches ist die beliebteste Kiste?
Zoubek: Die beliebteste Kiste ist die gemischte Kiste. Wir haben einen durchschnittlichen Kundenumsatz von Euro 19,50 weil wir neben dem Kistl auch eine Reihe an Zusatzprodukten bieten. Außerdem bieten wir den Kunden kulinarische Lösungen. Nächste Woche ist Ostern, das heißt dass wir zum Osterlamm oder zum Osterbrot auch einen passenden Wein anbieten. Wir haben festgestellt, dass die Leute das sehr gerne mögen. Wir beliefern 4.300 bis 4.500 Kunden pro Woche.
Global 2000: Wieviele Mitarbeiter sind beim Biohof Adamah beschäftigt?
Zoubek: Wir haben in der Saison bis zu 80 MitarbeiterInnen und darauf bin ich sehr stolz. Das sind nicht nur HilfsarbeiterInnen in der Landwirtschaft, sondern auch sehr viele AkademikerInnen sind bei uns. Das sind ErnährungswissenschafterInnen aber auch Bodenkultur-AbsolventInnen. Ich bin davon überzeugt, dass die grüne Landwirtschaft viele Jobs schaffen kann, wenn sich die Bauern darauf besinnen, dass ihre Produkte einen Wert und auch einen Mehrwert haben, wenn sie direkt vermarktet werden. Wir werden auch wirtschaftlich gemessen, aber meine Prämisse ist nicht die Gewinnmaximierung sondern die Gewinnoptimierung.
GLOBAL 2000: Sie bieten auch Kochkurse, Exkursionen und Hoffeste an.
Zoubek: Biobauer zu sein, ist für mich mehr als nur auf Kunstdünger und Spritzmittel zu verzichten, es ist ein Lebensstil. Das fängt dabei an, dass wir uns biologisch ernähren: es gibt ein Biobier, es gibt einen Biowein und es gibt sehr gute deftige Biospeisen. Wir haben uns den Slogan „Bioprodukte mit Biographie“ gegeben, das heißt Transparenz steht an erster Stelle. Authentizität ist uns auch besonders wichtig, daher laden wir die Leute zu unseren Exkursionen und Hoffesten ein. Das passiert auch durch unsere Auftritte auf den Märkten. Mir persönlich ist es ein wichtiges Anliegen in den Schulen zu wirken. Was hilft unser Wissen und unsere Überzeugung, wenn Kinder durch die Industrie und ihrer Werbung Irre geführt werden. Mir geht es darum, den Kindern Lösungen anzubieten und Alternativen aufzuzeigen.
GLOBAL 2000: Von welchem Gütesiegel werden Sie zertifiziert?
Zoubek: Wir sind Mitglied der Bio Austria, die ihre eigenen, schärferen Regeln als Kodex-Betriebe haben. Wir lassen uns regelmäßig von der ABG, der Austria Bio Garantie, kontrollieren.
GLOBAL 2000: Welchen Stellenwert haben Ihrer Ansicht nach biologisch angebaute Produkte in Österreich?
Zoubek: Ich versuche immer wieder den Unterschied zwischen unseren Produkten mit Biographie und den industriellen Produkten mit austauschbaren PartnerInnen zu verdeutlichen. Für Bauern war es nie gut, dass Supermärkte Monopole innehaben. Die Supermarktketten haben wenig Interesse für die Ökologisierung der Welt. Ich finde es sehr schade, dass dort Bioprodukte mit konventionellen Marketing-Maßnahmen angeboten werden. Ich meine damit, dass Uniformität als absolutes Ziel gesehen wird, eine Karotte muss aussehen wie die andere. Ebenso stören mich die Hochglanzverpackungen. Für mich gehört der Mehrwert eines Bioproduktes erklärt.
Quelle: Global 2000/Carmen Waldhart
Bio-Wein im ADAMAH-Bio-Kistl
Wien/Glinzendorf (OTS) – Gerhard Zoubek vom Biohof Adamah erweitert sein Angebot im Biokistl mit ausgewählten Bio-Weinen. Ziel ist es, den Bio-KonsumentInnen in und rund um Wien/NÖ eine Paketlösung anbieten zu können, die die Vielfalt der biologischen Produktpalette widerspiegelt und auf die gestiegene Nachfrage nach Bio-Weinen reagiert. Das neue Bio-Weinsortiment ist ab 1. August gemeinsam mit dem Adamah-Bio-Kistl lieferbar.
Bio-Wein ist heute in seiner Prozess- und Produktqualität unbestritten. Das unterstreicht sowohl die geschmackliche Vielfalt und Natürlichkeit der Bio-Weine als auch die Arbeit der Bio-Winzer im Weingarten und im Keller. Im Bio-Weinbau wird u.a. bei der Bodenbearbeitung mit Gründüngung, im Pflanzenschutz mit Nützlingskultivierung oder bei der Gärung mit natürlichen Wildhefen gearbeitet. Jürgen Schmücking, Marketingexperte für Bio-Wein bei BIO AUSTRIA hat gemeinsam mit Gerhard Zoubek das Bio-Weinsortiment zusammengestellt. Ab dieser Woche können die Kunden vom Adamah-Bio-Kistl erstmals daraus auswählen, ab 1. August wird ausgeliefert.
„Bio-Weine sind heute absolute Spitzenprodukte unter den Weinen. Die Adamah-Auswahl repräsentiert Österreichs unterschiedliche Herkünfte, verschiedene Stile und bietet sowohl biologisch-organische Weine, wie auch Gewächse von biodynamischen Winzern. Biologisch produziert, kreativ im Angebot und professionell in der Vermarktung, das sind drei Gründe, die diese Initiative zu einem runden und durchdachten Ganzen im Sinn der Bio-Konsumenten machen“, schließt Jürgen Schmücking.
Quelle: BIO-Austria
Die Frischebox - die Bio-Kistl bzw. Ökokiste-Hauszustellung für Graz und Umgebung!
Erste steirische Bio-Kistl-Hauszustellung für Graz und Umgebung, jede Woche eine Überraschung extra.
Frisch geerntet, gleich ins Haus geliefert: Was in Linz und Wien bereits zum Renner für urbane Genießer geworden ist, gibt es seit April auch in der Steiermark: Frisches Obst und Gemüse vom steirischen Bio-Bauern, per Hauszustellung direkt in die eigene Küche. Die Bio-Landwirtschaft Frischehof aus dem Leibnitzfeld bietet dieses Home-Service für den gesamten Raum Graz bis nach Leibnitz. "Auch Städter sollen ihre tägliche Vitaminzufuhr erhalten", freuen sich Maria und Franz Robier vom Frischehof über ihr knackiges Angebot.