Gentechnik - US-Mais-Experten warnen: Monsanto Gen-Mais verliert Wirkung
+ Wichtige Termine in NÖ, OÖ,T: Ein Gentechnik-Bauer berichtet über seine Erfahrung mit Genmais und wie er seine ganze Tierherde verlor.
Maiswurzelbohrer werden mehr und mehr resistent gegen den Bt-Mais
In den USA hat eine Gruppe von Wissenschaftlern die Umweltschutzbehörde in einem Brief auf die steigenden Probleme beim Anbau von Bt-Mais aufmerksam gemacht. Die Wirksamkeit des insektenresistenten Genmais, auf den sich die US-amerikanische Landwirtschaft wesentlich stützt, sinke in einem bedrohlichen Ausmaß. Eigentlich soll der Bt-Mais den Einsatz von Insektiziden senken, da er selbst ein Toxin produziert, das für die Insekten tödlich ist. Doch die Maiswurzelbohrer werden mehr und mehr resistent gegen den Bt-Mais und der gentechnisch veränderte Mais somit anfällig für den Schädling. Der Saatgut-Hersteller Monsanto spielt das Problem herunter und rät Farmern, beim Anbau mit anderen Biotech-Pflanzen zu rotieren oder Insektizide einzusetzen. Die Wissenschaftler warnen hingegen vor dem Einsatz der gescheiterten Technologie, der das Risiko der Resistenz-Entwicklung weiter erhöhe. Zusätzlicher Insektizid-Einsatz treibe außerdem die Kosten für die Landwirte in die Höhe und zeige, dass der Einsatz von Gentech-Mais nicht mehr den Sinn erfülle, vor Schädlingen zu schützen. Brisant ist auch die Tatsache, dass Bt-Mais in Gegenden eingesetzt wird, in der es eigentlich nicht notwendig wäre. Landwirte müssen jedoch zum Gentech-Mais greifen, weil gentechnikfreie Ware einfach nicht verfügbar ist. Der Mangel an gentechnikfreiem Mais ist ein echtes Problem, so die Experten.
Monsanto - Mit Gift und Genen
In ihrem Film berichtet Marie-Monique Robin - Autorin und Filmemacherin - wie der Konzern Monsanto seit Jahrzehnten Chemikalien und genveränderte Pflanzen auf den Markt bringt, obwohl er weiß, wie schädlich sie sind. Es wird vertuscht, bestochen, erpresst und verleumdet.
Weitere Infos dazu:
http://www.biologisch.at/Bio-News/Leben/Mit-Gift-und-Genen-Monsanto-wusste-wie-giftig-die-Stoffe-sind.html
http://www.biologisch.at/BioTV/Web-Videos/arte-Doku-Unser-taeglich-Gift.html
http://www.biologisch.at/BioTV/Web-Videos/Percy-Schmeiser-Die-Auswirkungen-der-Gentechnik.html
http://www.biologisch.at/BioTV/Web-Videos/Die-Auswirkungen-der-Gentechnik.html
http://www.biologisch.at/Bio-News/Leben/Unkrautbekaempfungsmittel-Glyphosat-Roundup-bleibt-lange-in-Nahrungskette-enthalten.html
Die Auswirkungen der Gentechnik - US-Landwirtschaft droht Kollaps
Schuld sei ein krankmachender, völlig neuer Organismus. ZUM VIDEO
Eine drastische Warnung vor den katastrophalen Folgen der Gentechnik kommt nun aus dem „Mutterland“ dieser Risikotechnologie: Der renommierte US-amerikanische Forscher Don Huber warnt vor einem „Kollaps der landwirtschaftlichen Infrastruktur“. Schuld sei ein krankmachender, völlig neuer Organismus, der u.a. große Ernteausfälle bei Gensoja und Genmais verursachte. Bei der Verfütterung dieser Pflanzen sei es zu Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten von Tieren gekommen. Generell steht das vielfach im Zusammenhang mit der Gentechnik eingesetzte Totalpflanzengift Glyphosat bzw. Produkte wie Roundup® im Mittelpunkt des Interesses. Die Zulassung neuer Gentechnik-Pflanzen sollte weitgehend sofort gestoppt werden, fordert Huber.
Zur Person Don Hubers:
Der international anerkannte und mehrfach ausgezeichnete US-Wissenschafter der Purdue University (Bundesstaat Indiana) forscht seit rund 50 Jahren im Bereich Pflanzenkrankheiten, war in fast allen Teilen der Welt tätig, war Berater und Gutachter von Hochschulen, der Industrie und der Regierung. Er ist Autor bzw. Koautor von rund 400 Fachpublikationen und arbeitet derzeit eng mit dem US-Landwirtschaftsministerium zusammen.
Don Huber hielt im Oktober 2011 Vorträge in Österreich u.a. am 8.10.11 in Bad Vöslau, Veranstalter: Biohof Adamah, Initiative Gentechnikverbot. InselTV war vor Ort - ZUM VIDEO
Gentechnik: USA droht Kollaps
US-Landwirtschaft droht Kollaps - Schuld sei ein krankmachender, völlig neuer Organismus.
Eine drastische Warnung vor den katastrophalen Folgen der Gentechnik kommt nun aus dem „Mutterland“ dieser Risikotechnologie: Der renommierte US-amerikanische Forscher Don Huber warnt vor einem „Kollaps der landwirtschaftlichen Infrastruktur“. Schuld sei ein krankmachender, völlig neuer Organismus, der u.a. große Ernteausfälle bei Gensoja und Genmais verursachte. Bei der Verfütterung dieser Pflanzen sei es zu Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten von Tieren gekommen. Generell steht das vielfach im Zusammenhang mit der Gentechnik eingesetzte Totalpflanzengift Glyphosat bzw. Produkte wie Roundup® im Mittelpunkt des Interesses. Die Zulassung neuer Gentechnik-Pflanzen sollte weitgehend sofort gestoppt werden, fordert Huber.
Zur Person Don Hubers:
Der international anerkannte und mehrfach ausgezeichnete US-Wissenschafter der Purdue University (Bundesstaat Indiana) forscht seit rund 50 Jahren im Bereich Pflanzenkrankheiten, war in fast allen Teilen der Welt tätig, war Berater und Gutachter von Hochschulen, der Industrie und der Regierung. Er ist Autor bzw. Koautor von rund 400 Fachpublikationen und arbeitet derzeit eng mit dem US-Landwirtschaftsministerium zusammen.
Don Huber hielt im Oktober 2011 Vorträge in Österreich u.a. am 8.10.11 in Bad Vöslau, Veranstalter: Biohof Adamah, Initiative Gentechnikverbot
Gentechnik: Gift im Blut von Babys nachgewiesen
Eine neue Studie stellt die Unschädlichkeit von Insektizid-Mais in Frage. Agrochemie wiegelt ab, obwohl Forscher das Gift bei Kindern im Mutterleib nachweisen konnten. von Denise Battaglia
«Diese Studie», sagt Yves Zenger von Greenpeace, «bestätigt unsere schlimmsten Befürchtungen.» Sie beweise, dass die Agrochemiekonzerne das Risiko des Konsums von gentechnisch veränderten Lebensmitteln herunterspiele «und die Konsumenten als Versuchskaninchen missbrauchen».
Mexiko: Gentechnik-Mais-Verbot
Erste Bundesländer in Mexiko verbieten Gentechnik-Mais.
In den Bundesstaaten Tlaxcala sowie Michoacán in Mexiko wurde der Einsatz von gentechnisch verändertem Mais-Saatgut gesetzlich verboten. In den kürzlich verabschiedeten Gesetzen wird der Mais als Grundnahrungsmittel und Kulturerbe unter besonderen Schutz gestellt. Dies ist ein wichtiges Zeichen für das ganze Land, denn alleine in diesen beiden Bundesstaaten wird ein Drittel allen Maises produziert. Mexiko ist die Wiege der Mais-Pflanze und birgt mit Tausenden über Jahrhunderte gezüchteten Sorten die größte Vielfalt dieser Kulturpflanze. 1998 erließ die mexikanische Regierung ein Anbaumoratorium für gentechnisch veränderten Mais, das am 6. März 2009 trotz zahlreicher Proteste auslief. Seitdem ist in bestimmten Regionen von Mexiko der Versuchsanbau mit gentechnisch veränderten Mais-Pflanzen unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Da es immer wieder zu ungewollter Verunreinigung von Saatgut kommt, ist das erwirkte Verbot von Gentechnik-Mais ein großer Erfolg. Vier Jahre lang hat die Initiative 'Grupo Vicente Guerrero' hartnäckig daran gearbeitet.
Quelle:
www.keine-gentechnik.de
* Semillas y Salud: Dos estados Mejicanos han prohibido el maiz transgenico
22.03.2011 | permalink
Europäisches Patentamt erteilt weiterhin fragwürdige Patente
Stoppt Patente auf Leben! Demo-Aktion Infoticker Stoppt Patente auf Leben! Infodienst-Aktion auf der Agrar-Demo in Berlin am 22.1.2011.
Die Initiative "No Patents on Seeds" schlägt Alarm: Das Europäische Patentamt will weiterhin Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzen und daraus hergestellte Lebensmittel erteilen. Dies geht aus einer Recherche hervor, die die Initiative jetzt veröffentlichte. Sie zeigt, dass das Patentamt beabsichtigt, der Firma Monsanto ein Patent zu erteilen, in dem es um eine normal gezüchtete Tomate geht. Allein die Tatsache, dass die Tomate weniger Kerne produziert, soll als Erfindung gelten. "Wenn die Entwicklung am Europäischen Patentamt so weitergeht, wird es in ein paar Jahren kaum noch patentfreies Saatgut geben", sagt Christoph Then, Sprecher der Initiative. „Konzerne wie Monsanto, Syngenta und Dupont werden dann in Europa darüber bestimmen, was angebaut wird, welche Lebensmittel in den Handel kommen und was sie kosten." Im Dezember hatte das Patentamt noch entschieden, dass Verfahren zur Züchtung von Pflanzen und Tieren grundsätzlich nicht patentierbar sind. Doch offensichtlich gilt dies für die daraus entstehenden Produkte wie Pflanzen, Saatgut und Lebensmittel nicht. Die Initiative hat nun einen offenen Brief an die Mitglieder des Europäischen Parlaments und die Europäische Kommission verfasst. Auch Sie können unterzeichnen!
* no patents on seeds: Neues Tomaten-Patent für Monsanto?
* Infodienst: Hintergrund Patente in der Landwirtschaft
* no patents on seeds: Offener Brief an die Mitglieder des Europäischen Parlamentes und die Europäische Kommission
* No Patents on Seeds: Report: Das Saatgutkartell auf dem Vormarsch
22.03.2011 | permalink
Erneut Millionenstrafe für Bayer wegen Gentech-Reis-Skandal
Reiskörner Der Gentechnik-Reis LL62 von Bayer Crop Science ist gegen das hauseigene Spritzmittel Glufosinat resistent. ©Fotograf: Christian Seidel, www.pixelio.de
Der Bayer-Konzern ist zu einer Strafe von 136 Millionen US-Dollar verurteilt worden. 11,8 Millionen gehen an die Reismühle Riceland Foods. Zusätzliche 125 Millionen müssen als Strafgeld gezahlt werden wegen besonders rücksichtslosem Verhalten. Zu der Verunreinigung kam es 2006, als der Gentechnik-Reis von Bayer Crop Science LL 601 in Langkornreis entdeckt wurde. Der LL601 wurde zuvor zu Versuchszwecken angebaut. Amerikanische Reis-Bauern blieben daraufhin auf ihrem Reis sitzen, weil der Reis nicht als Lebensmittel zugelassen war und Europa und Japan Einfuhrsperren verhängten. Auch in den vergangenen Jahren gab es bereits Urteile, in denen Bayer zu Millionen-Strafen verurteilt wurde. So bekamen im April letzten Jahres 12 Bauern Recht, die Schadensersatz forderten.
* SPIEGEL ONLINE: US-Gericht verurteilt Bayer zu Millionenzahlung
* transkript: 136 Mio. US-$ Strafe für Bayer
* Save Our Seeds: Bayer: 50 Million Dollar Strafe für Gentechnik-Reis
21.03.2011 | permalink
Agro-Gentechnik fördert die Ausbreitung von Superunkräutern
Pestizide Seit der Einführung der Gentechnik ist der Pestizidverbrauch in den USA deutlich angestiegen.
Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der SPD-Bundestagsfraktion fördert der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen die Ausbreitung von sogenannten Superunkräutern. Besonders in den USA, wo der Anbau von Gentechnik-Pflanzen weit verbreitet ist, haben Landwirte mit herbizidresistenten Unkräutern zu kämpfen, gegen die Ackergifte nicht mehr helfen. Die Folge seien steigende Kosten für die Unkrautbekämpfung durch einen vermehrten Einsatz von Chemikalien und das Unkraut jäten per Hand. 2008 war der Einsatz von Planzenschutzmitteln in den USA bei gentechnisch veränderten Kulturen deutlich höher als bei konventionell angebauten Kulturen, so die Bundesregierung. Auch in Deutschland nehme die Resistenz-Entwicklung zu, sei jedoch noch nicht dramatisch, weil eine ausreichende Fruchtfolge praktiziert wird und kaum herbizidresistente gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden. Die deutsche KWS-Saat AG setzt jedoch auf gentechnisch veränderte Zuckerrüben. Diese Woche beginnen Versuchsfreisetzungen an zwei Standorten in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.
* spdfraktion.de: Superunkräuter - Grüne Gentechnik verschärft Problematik
* Infodienst Gentechnik: Anbaupraxis USA: Benbrook-Studie
18.03.2011 | permalink
Protest erfolgreich: Bundesrat stoppt Gentechnik im Saatgut
Bundesrat-Saatgut-Aktion Aktion heute morgen vor dem Bundesrat: Dort wurden 65.000 Unterschriften an die Ministerpräsidenten übergeben.
Der Protest hat gewirkt: Der Antrag zur Aufhebung der Null-Toleranz im Saatgut wurde heute im Bundesrat mehrheitlich abgelehnt. Noch am 28. Februar wurde der Antrag der Länder Niedersachsen, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein im Agrarausschuss des Bundesrates einstimmig beschlossen. Der daraufhin ausbrechende Protest auf der Straße und im Internet bewegte schon vor dem Bundesrat-Plenum heute mehrere Ministerpräsidenten der Bundesländer dazu, sich klar für die Null-Toleranz von Gentechnik im Saatgut zu positionieren. 65.000 Unterschriften wurden gesammelt, die den Ländervertretern heute morgen bei einer Aktion vor dem Bundesrat übergeben wurden. „Diese krachende Niederlage für die Gentechnik-Lobby ist der Erfolg massiven Engagements von Bürgerinnen und Bürgern in den vergangenen Tagen“, so Astrid Goltz vom Kampagnen-Netzwerk Campact. "Ein guter Tag für die gentechnikfreie Landwirtschaft und Ernährung!" freute sich Benedikt Härlin von der Initiative Save Our Seeds, die zusammen mit Campact den Protest organisierte. Unterstützt wurden sie von einem breiten Bündnis von Organisationen, das sich für die absolute Reinhaltung von Saatgut einsetzt und das Verursacherprinzip bei Kosten fordert, die durch jegliche Verunreinigungen mit Saatgut entstehen.
* SOS, Campact: Protest erfolgreich: Bundesrat stoppt Gentechnik im Saatgut
* Save Our Seeds: Aktuelle Meldungen zur Gentechnik-Saatgut-Entscheidung im Bundesrat
* SOS: Bundesrats-Initiative zur Gentechnik im Saatgut
* sueddeutsche.de: Haftungsfrage: Verbotene Körner
* tazblogs: Save Our Seeds – Happy hour – grosse Nullrunde
18.03.2011 | permalink
Bundesrat entscheidet heute über Null-Toleranz im Saatgut
Saatgut-Aktion vor dem Bundesrat Saatgut-Aktion vor dem Bundesrat
Die Landesregierungschefs stimmen heute im Bundesrat über den Antrag Niedersachsens, Baden-Württembergs und Schleswig-Holsteins ab, der eine Aufhebung des strikten Reinheitsgebots von Saatgut vorsieht. Deshalb kamen heute morgen ca. 70 Aktivisten vor dem Bundesrats-Gebäude zusammen, um das letzte Mal an die Ministerpräsidenten zu appellieren, für die Reinhaltung des Saatguts zu stimmen. Bereits die Woche über hatten Initiativen in den Landeshauptstädten demonstriert und versucht, ihre Regierungen zu einem Statement für die Beibehaltung der Null-Toleranz von Gentechnik im Saatgut zu bringen. Nach Bremen, Brandenburg und Hessen gaben gestern auch die Regierungen in Hamburg und Bayern zu verstehen, dass sie gegen den Antrag stimmen werden. Die Entscheidung des Bundesrates heute Mittag wird mit Spannung erwartet.
* Save Our Seeds: Aktuelle Meldungen zur Gentechnik-Saatgut-Entscheidung im Bundesrat
* Informationsdienst Gentechnik: Saatgutaktion
* SÜDWEST PRESSE: "Mappus will Gentechnik"
17.03.2011 | permalink
Aigner für neue Gentech-Zulassungen
Mais Comic Die Risikobewertung von Gentechnik-Pflanzen in der EU ist unzureichend.
Die EU-Agrarminister konnten sich heute nicht über die Zulassung von drei neuen Gentechnik-Pflanzen einigen. Nun kann die EU-Kommission entscheiden, die bisher die Zulassung stets erteilte. Die deutsche Agrarministerin Ilse Aigner hatte für die Marktzulassung der sogenannten stacked-event Maissorte MON 89034 x MON 88017 von Monsanto mit sieben verschiedenen Gentech-Eigenschaften, die Bt-Baumwolle GHB614 der Bayer AG und die Erneuerung der Zulassung der Bt-Maisdsorte 1507 von Pioneer gestimmt.
* testbiotech: EU about to approve genetically engineered maize with potential health risk
* taz.de: EU vor Zulassung von drei Gentechpflanzen
17.03.2011 | permalink
Gentechnik-Funde in NRW: Es gilt die Null-Toleranz
Saatgut-Demo in Bremen Saatgut-Demo in Bremen mit Erfolg: Bremen wird am Freitag gegen den Antrag stimmen. Foto: Renate Richter
Das nordrhein-westfälische Verbraucherschutzministerium teilt mit, dass bei Stichproben gentechnisch verunreinigtes Mais-Saatgut in Importen gefunden wurde. Die Lieferungen wurden gesperrt und dürfen nicht verkauft und auf die Felder ausgebracht werden. „Die Mehrzahl der Verbraucherinnen und Verbraucher lehnt gentechnisch veränderte Lebensmittel ab. Wir kontrollieren in Nordrhein-Westfalen, dass auch bei den Importen das Reinheitsgebot eingehalten wird. Es ist richtig, dass hier die Nulltoleranz gilt“, sagte Verbraucherschutzminister Johannes Remmel. „Das Land hat richtig gehandelt. Das Reinheitsgebot beim Saatgut muss ohne Wenn und Aber bestehen bleiben. Wir warnen daher die Bundesländer davor, im Bundesrat morgen die Nulltoleranz gegenüber Gentechnik-Verunreinigungen im Saatgut aufzuweichen“, kommentiert Bernd Schmitz, Landesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) die Vorfälle. „Die aktuellen GVO-Funde im Mais-Saatgut sind wie schon die Funde im letzten Jahr ein Beleg dafür, dass die Gentechnik-Industrie ihre Risiko-Technologie nicht in den Griff bekommt. Weil diese so genannte „Koexistenz“ nicht funktioniert, betreiben die Gentechnik-Konzerne eine systematische Verunreinigungsstrategie“, so Schmitz.
* AbL: Gentechnik-Funde in NRW zeigen: Saatgut muss rein bleiben
* umwelt.nrw.de: NRW-Behörden ziehen gentechnisch verändertes Mais-Saatgut aus dem Verkehr
* proplanta.de: NRW-Behörden ziehen gentechnisch verändertes Mais-Saatgut aus dem Verkehr
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Kritische Hintergrund-Berichte zur Agro-Gentechnik und Fortpflanzungstechnik.
Wussten Sie schon ...?
.. dass ein mittelständisches deutsches Unternehmen bis zu mehrere hunderttausend Euro im Jahr einplanen muss, um Gentechnik-Rohstoffe zu vermeiden?
Wirtschaft und Gentechnik
Der deutsche Gentech-Filz
Eine Studie zeigt, an zentralen Stellen in den Gentech-Genehmigungsbehörden sitzen Wissenschaftler, die in Lobbyvereinen eng mit Industrievertretern zusammenarbeiten. Anstatt die Industrie zu kontrollieren, setzen sie sich für ihre Interessen ein.
Then, Lorch (April 2008): Kontrolle oder Kollaboration?
Hunger und Gentechnik
(c)
Die Experten sind sich einig. Gegen den Hunger in der Welt hilft keine Gentechnik! Lesen Sie hier, was es mit der Nahrungsmittelknappheit tatsächlich auf sich hat. Dossier Infodienst
DVD-Tipp: Der Landhändler - Ganz ohne Gentechnik
Von Gegnern als Narrischer beschimpft, von Kunden und Befürwortern geschätzt, beweist der leidenschaftliche Tüftler, Querdenker und Futtermittelhändler Josef Feilmeier, dass Landwirtschaft keine Gentechnik braucht.
Als die Agro-Gentechnik in der Landwirtschaft Einzug hielt, war Josef Feilmeier ein Befürworter, doch bald begann er zu zweifeln und sich umfassend zu informieren. Er wollte es genau wissen und ließ nicht locker. Heute ist Josef Feilmeier mit seinem Lagerhaus bei Vilshofen an der Donau die Triebfeder einer ganzen Region. Für 500 Bauern von Straubing bis Passau ist sein Familienbetrieb die Drehscheibe für gentechnikfreie Futtermittel. In seiner Begeisterung für qualitätsvolle und naturnahe Futtermittel spürt man das Bauernblut, das in ihm fließt. Seine Familie steht hinter ihm, Sohn Stefan ist mit vielen neuen Ideen ins Geschäft eingestiegen und Frau Rosa, seine wichtigste Beraterin, bringt den quirligen Feilmeier auf den Boden zurück: „Ohne meine Frau hätte ich das nie geschafft!“ Wohl auch wegen der guten biologischen Ernährung aus eigener Landwirtschaft. „Wir Menschen fühlen uns wohler, wenn die Ernährung stimmt. Und bei den Tieren ist es nicht anders.“
Er fühlt eine Verantwortung für die Natur und schöpft Kraft aus seinem christlichen Glauben, denn er sieht die Schöpfung als ein vollkommenes Werk, in das sich der Mensch nicht einmischen sollte.
Die DVD ist ab 01.März 2011 im Shop von www.denkmal-film.com erhältlich (und viele andere interessante Filme)
Josef Feilmeier über den Dioxinskandal, das QS-Prüfsystem und seinen Betrieb
Der Dioxinskandal hat sich gedreht. Anfangs wurde klar erklärt, dass es nicht an den Kontrollen liegen könne, weil durch das QS-System alles geprüft wird. Schnell stellte sich aber heraus, dass alle Panscher-Betriebe QS-zertifiziert waren und sogar erst vor kurzer Zeit neu zertifiziert wurden. Auch das Raiffeisen-Kraftfutterwerk in Damme, bei dem erneut 934 Höfe geschlossen werden mussten. Alle diese Hersteller lieferten nur „A-Futter“ aus. Scheinbar ist es doch nicht so falsch, wenn ich „A-Futter“ immer als die Abkürzung für „Abfall-Futter“ bezeichne.
Verschiedene große Verlage recherchierten nach und fanden erstaunliche Hintergründe. Das Prüfsystem QS arbeitet fast nur mit Einsendekontrollen. Damit ist jede Futtermittelkontrolle völlig sinnlos. Der Skandal musste kommen und weitere werden folgen. Bereits seit Monaten weise ich bei den Vorträgen auf kommende Skandale aufgrund fehlerhafter QS-Kontrolle hin. Der jetzige Skandal wurde solange hinausgeschoben, bis die Tiefkühllager leer waren. Und mit einem großen Skandal senkt man die Erzeugerpreise der Bauern und kann wieder günstig auffüllen. Leidtragende sind immer die Bauern.
Dass es noch Bauern gibt, die diesen Systemen kommentarlos nachlaufen, ist mir immer noch ein Rätsel. Ziel ist nur eine einheitliche Massenproduktion mit gleichem Standard. Dann kann jeder Lebensmittelvermarkter dort einkaufen, wo es am billigsten ist. Wie soll mit solchen Programmen die Landwirtschaft eine Zukunft haben? Man braucht sich nur einmal anzusehen, wer die Trägergesellschaften von „QS“ sind. Wer dann noch an einen Vorteil für die Bauern glaubt, ....
Wir betrachten die ganze Sache nur am Rande. Die Recherchen gehen fast ausnahmslos von den Verlagen aus. Jedenfalls können wir wieder einmal mit etwas Stolz sagen, dass wir unsere Bauern vor „QS“ bewahrt haben. Wir waren einer der wenigen Mischfutterhersteller, die sich „QS“ nicht angeschlossen haben, weil wir die Hintergründe kannten. Wir haben viele Drohungen und Kundenschelten aushalten müssen. Die große Mehrheit unsere Kunden ist uns treu geblieben. Sogar viele neue kamen hinzu, weil unsere Futter sauber sind. Unser Betrieb wird von der amtlichen Futtermittelüberwachung umfangreich kontrolliert (59 Einzel-Futteruntersuchungen + 2 Betriebskontrollen im Jahr 2010). Die Prüfer kommen immer unangemeldet. Sie sind immer willkommen, weil wir nichts zu verbergen haben. „Wasser und Wahrheit haben einen kleinen Kopf – sie kommen immer wieder durch“. Unsere Kunden wollen gesunde Lebensmittel für ihre Tiere und keine sinnlosen Programme.
Quelle:
denkmal-film.com
WikiLeaks: US wollte „Vergeltungsmaßnahmen“ gegen EU-Länder wegen Widerstand zu Gentechnik-Pflanzen
Die US-Botschaft in Paris empfahl der US-Regierung, Strafmaßnahmen gegen EU-Länder zu ergreifen, die gegen gentechnisch manipulierte Pflanzen Opposition ergriffen. In dem Dokument der Pariser US-Botschaft vom 14. Dezember 2007, das von WikiLeaks veröffentlicht wurde, wird auch Österreich konkret genannt, gemeinsam mit Frankreich und Italien. Das Dokument erwähnt, dass die Stimmung der europäischen Bevölkerung gegen gentechnisch manipulierte Pflanzen in Europa ins Negative umschlug, und Österreichs Anpflanzungs-Verbot dabei eine wichtige Rolle spielte.
GLOBAL 2000 Petition: Wir haben Gentechnik satt
600.000 Tonnen Gentech-Soja werden jährlich von Österreichs Bauern an Tiere verfüttert. 82 % der ÖsterreicherInnen lehnen Gen-Lebensmittel ab. Trotzdem essen sie Hendlhaxen und Schnitzel von Tieren, die mit Gen-Futtermitteln gefüttert wurden.
Risiko Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmitteln
Vorträge von Gottfried Glöckner
Was sollten wir wissen?
Was dürfen wir wissen?
Warum ist jeder Einzelne betroffen?
Was kann jeder Einzelne tun?
Gottfried Glöckner ist Landwirtschaftsmeister aus Wölfersheim, Hessen (D) und ehemaliger Gentechnik-Befürworter. Als einer der ersten Landwirte Deutschlands baute er versuchsweise bereits 1994 die ersten gentechnisch veränderten Pflanzen auf seinem Hof an. 1997 nahm er eine Ehrung für 110.000 kg Milch Lebensleistung der 17-jährgen Kuh „Nelke“ entgegen – Ausdruck für den Erfolg eines „Vollblutbauern“. Im gleichen Jahr begann er mit dem Genmais-Anbau, ab 1998 brachte er diesen Genmais großflächig aus, um ihn an seine Kühe zu verfüttern. Zweieinhalb Jahre lief alles ohne nennenswerte Probleme, bis 2001 seine Tiere krank wurden, zwölf davon starben und er schließlich 2004 seine Milchwirtschaft aufgeben musste. Nachdem er an die Öffentlichkeit ging, um vor der Gentechnik zu warnen, wurde er – wie es aussieht unschuldig – eingesperrt und musste mit ansehen, wie seine Gründe versteigert wurden. Doch alle Versuche, ihn zu brechen, schlugen fehl: Mehr denn je spricht er Klartext, seine Vorträge stoßen auf großes Interesse.