Montag, den 10. Oktober 2011 um 11:48 Uhr

GLOBAL 2000 Geburtstagsfest: Rocken für den Atomausstieg

Das GLOBAL 2000 Geburtstagsfest steht heuer im Zeichen der Energiewende. 14 mal stehen Atomkraftwerke direkt an unseren Grenzen. Können wir mit den Folgen eines SuperGAUs leben?

Bauchklang, Heinz, Grossstadtgeflüster, Rainer von Vielen, The Curbs, Rooga sowie namhafte DJs und VJs werden ihre Stimme für den europäischen Atomausstieg erheben und sie gleichzeitig den Kindern von Tschernobyl leihen, jenen unschuldigen Opfern, die bis heute an den Folgen einer Atomkatastrophe leiden. Auch noch 25 Jahre danach. live visuals by 4youreye www.4youreye.at.
Veröffentlicht in Energie
Greenpeace und GLOBAL 2000 unterziehen Energieunternehmen einem Atomstrom-Check. 

(Wien, 27. September 2011) - Die Umweltschutzorganisationen Greenpeace und GLOBAL 2000 haben den Strom-Mix der österreichischen Energieversorgungsunternehmen einem Atomstrom-Check unterzogen. Das Ergebnis: Trotz der Reaktorkatastrophe in Fukushima und der breiten Ablehnung der österreichischen Bevölkerung gegenüber Atomstrom-Importen, halten einzelne Energieunternehmen am Import von Atomstrom fest. Die Untersuchung der Umweltorganisationen zeigt, dass Unternehmen wie die Kärntner KELAG, die Tiroler TIWAG oder die Verbund AG keine Ambitionen zeigen, aus dem Geschäft mit dem Atomstrom auszusteigen. Es gibt aber auch Unternehmen, die aufzeigen, dass der Verzicht auf Atomstrom auch für konventionelle Stromanbieter möglich ist. BEWAG, EVN, Wien Energie, Salzburg AG und Energie Steiermark konnten glaubhaft nachweisen, keinen Atomstrom in ihrem Angebot zu haben. Testsieger sind die Ökostromanbieter AAE Naturstrom und oekostrom AG.

biologisch.at-Tipp: Hier geht's zu den Testsiegern in unserem Bio-Verzeichnis

Österr. Atomstromimport entspricht Jahresstromproduktion des AKW Mochovce

„Das ist im höchsten Maße unverantwortlich. Die Atomstrom-Importe der KELAG oder der TIWAG führen dazu, dass das Geschäft mit dem Atomstrom rund um Österreich weiter blüht. Der Atomstrom, der an die österreichischen Endkunden fließt, entspricht etwa der Jahresstromproduktion des AKW Mochovce. Im Sinne der Mehrheit der Österreicher braucht es so schnell wie möglich ein Importverbot für Atomstrom“, fordert Greenpeace-Energiesprecher Jurrien Westerhof. Im Juni dieses Jahres wurde von Greenpeace und GLOBAL 2000 eine Umfrage in Auftrag gegeben, die ergab, dass 80 Prozent der 500 befragten ÖsterreicherInnen gegen den Handel mit Atomstrom durch heimische Energieversorger sind. 74 Prozent sprachen sich sogar dezidiert für ein entsprechendes Importverbot aus.

 

atomstromanbietergreenpeace

Im Zuge des Atomstrom-Checks wurde bei folgenden Energieunternehmen Atomstrom im Strom-Mix gefunden: KELAG (23 Prozent), Verbund AG (16 Prozent), TIWAG (15 Prozent), VKW (11,2 Prozent) und Energie AG (10,5 Prozent). Dieses Ergebnis zeigt, dass es in Österreich eine Kennzeichnungspflicht für Stromversorger gibt, die leider diverse Schlupflöcher zur Verschleierung des Atomstromanteils offen lässt.

Sieger: oekostrom AG und AAE Naturstrom

Einige Energieunternehmen setzen jedoch ein Zeichen, indem sie ganz auf Atomstrom verzichten. Neben den Ökostromanbietern oekostrom AG und AAE Naturstrom haben BEWAG, Wien Energie, Energie Steiermark, EVN und Salzburg AG nachweisen können, keinen Atomstrom mehr an ihre Kunden abzugeben. „Die Investoren in Temelín, Mochovce und Krsko hoffen auf den Absatzmarkt Österreich und scharren bereits in den Startlöchern. Es ist ein wichtiges Signal, dass diese Energieunternehmen ernst machen und dem Atomstrom den Rücken kehren“, führt Reinhard Uhrig, Energiesprecher von GLOBAL 2000, aus.

Die Untersuchung von Greenpeace und GLOBAL 2000 ging über die reine Bewertung des Strom-Mixes hinaus und legte das Augenmerk zusätzlich auf die Investitionen in Erneuerbare Stromerzeugung, die Transparenz bei der Beantwortung der Fragen, das Betreiben von Pumpspeicherkraftwerken mit Graustrom und den Handel mit nicht deklariertem Strom im Ausland. Die Sieger dieses umfassenden Tests stehen fest: oekostrom AG und AAE Naturstrom sind unter den österreichischen Stromlieferanten nach wie vor das Maß aller Dinge. Beide weisen einen einwandfreien Strom-Mix auf, der sich zu 100 Prozent aus Erneuerbarer Energie zusammensetzt. Beide Energieversorger arbeiten außerdem transparent und lassen ihre Finger von Graustrom. Im Hinblick auf konventionelle Energieanbieter schneiden BEWAG, EVN und Salzburg AG gemeinsam mit Wien Energie und Energie Steiermark gut ab, während Energie AG und Verbund deutlich abfallen. Weit abgeschlagen im Ranking findet sich hinter der TIWAG das eindeutige Schlusslicht - die KELAG. „Um sicherzustellen, dass in keinem österreichischen Haushalt mehr Atomstrom aus der Steckdose kommt, gibt es nur einen Weg. Der Gesetzgeber muss den Import von Atomstrom verbieten“, so die Umweltschützer abschließend. "Es darf nicht sein, dass umweltbewusste Kunden atomstromfreien Strom beziehen, während die Industrie sich den billigsten Lieferanten sucht und so auch die Atomwirtschaft unterstützt. Gleiches Recht für alle!"

Weitere Informationen und Grafiken zum Download: http://www.greenpeace.at/atomstrom-check-2011

Greenpeace und GLOBAL 2000 weisen Verbundchef-Vorwürfe zurück

Atomkraftwerke: Störfälle 2011

Quelle:
Greanpeace

Veröffentlicht in Energie
Dienstag, den 27. September 2011 um 12:26 Uhr

Die Welt am Ende: 27. September ist Overshoot Day

Wir sägen uns den Ast ab!

Und sie sägten an den Ästen,
auf denen sie saßen und schrien sich zu ihre Erfahrungen,

wie man besser sägen könne

und fuhren mit Krachen in die Tiefe

und die die ihnen zusahen beim Sägen

schüttelten die Köpfe

und sägten kräftig weiter.

(Bert Brecht)

Ab heute, Dienstag, lebt die Welt auf Pump. Denn heuer fällt der "Global Overshoot Day", auch "Welterschöpfungstag" genannt, auf den 27. September. HEUTE!!!! Das ist jener Tag im Jahr, an dem nach Berechnungen des Global Footprint Network sämtliche Ressourcen verbraucht sind, die bei einer nachhaltigen Lebensweise zur Verfügung stünden. Das heißt, es wurden weltweit bereits so viele Bioressourcen verbraucht, wie die Erde in einem Jahr "erneuern" könnte. Der ökologische Fußabdruck, den die Menschheit hinterlässt, ist größer als der Planet Erde.

"Den Rest des Jahres werden wir heuer von der Substanz zehren und weiter CO2 in der Atmosphäre anreichern. Das ist etwa so, als ob wir unser Jahreseinkommen schon Ende September ausgegeben hätten und nur mehr von den Ersparnissen leben würden, die unweigerlich zu Ende gehen", erklärt Mathis Wackernagel, Präsident des Global Footprint Networks.

Mehr Infos dazu -> http://www.footprint.at/index.php?id=aktuell
Für alle die spielerisch ihre Lage begreifen und ihren Globalverstand schärfen wollen, hier ein interessantes Tool: http://www.visualizing.org/html5/13801

Aussender:
Michael Schwingshackl
www.findthebase.org


Öko-Schuldenkrise: Das Jahresbudget der Natur ist für heuer aufgebraucht.

Heuer fällt der Welterschöpfungstag („Global Overshoot Day“) auf Dienstag, den 27. September. Ab diesem Zeitpunkt hat die Menschheit alle Ressourcen beansprucht, die für dieses Jahr zur Verfügung stehen, wenn wir nachhaltig gewirtschaftet hätten. „Nicht nur die Banken und Staaten befinden sich in einer Schuldenkrise sondern auch die Menschheit als Ganzes hat ein Schuldenproblem. Wir nehmen uns zu viel von der Natur und können nicht zurückzahlen“, warnen die Umweltorganisationen WWF, GLOBAL 2000 und Greenpeace.

Diese Warnung kommt von Wissenschaftlern des Global Footprint Network, an dem auch der WWF und die Plattform Footprint beteiligt sind. Für die Berechnungen wird die auf der Erde verfügbare Biokapazität - das „Einkommen“ aus natürlichen Ressourcen, die sich jedes Jahr erneuern - mit dem ökologischen Fußabdruck, den „Ausgaben“ verglichen. Der ökologische Fußabdruck (Footprint) entspricht dem Bedarf an natürlichen Ressourcen, die wir für unseren Lebensstil, für die Produktion von Nahrung, Gütern und für den Ausgleich der CO2-Emissionen beanspruchen.

Die Berechnungen zeigen, dass die CO2 Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger bereits mehr als 50 Prozent zum globalen Fußabdruck beitragen. Seit 1970 hat sich der Anteil des Kohlenstoff-Fußabdrucks damit mehr als verdreifacht und ist das am stärksten steigende Segment des globalen Fußabdrucks. Das von der Wissenschaft geforderte und von der EU angestrebte Ziel von minus 80 bis 95 Prozent CO2 bis zum Jahr 2050 ist auch für die Reduktion des Overshoots ein zentrales Element.

Den Rest des Jahres werden wir heuer von der Substanz zehren und weiter CO2 in der Atmosphäre anreichern. Das ist etwa so, als ob wir unser Jahreseinkommen schon Ende September ausgegeben hätten und nur mehr von den Ersparnissen leben, die unweigerlich zu Ende gehen!” erklärt Mathis Wackernagel, Präsident des Global Footprint Networks.

„Im Raumschiff Erde ist nicht nur die Atmosphäre begrenzt“, warnt Lisa Kernegger von GLOBAL 2000. „Auch fruchtbarer Boden und Wasserflächen sind endlich und bereits äußerst knapp und der Footprint nimmt weiter zu!“ Eine Trendwende wäre zwar längst möglich, ist aber noch nicht in Sicht. Trotz wirtschaftlicher Stagnation in den OECDStaaten stieg der globale Ressourcenbedarf auch seit Oktober 2008 weiter an, wenn auch weniger stark als in dem Jahrzehnt davor.

In diesen Tagen wird der siebenmilliardste Erdenbürger das Licht der Welt erblicken. „Mit der steigenden Weltbevölkerung steigt auch der Energiehunger. Eine zentrale Anforderung für die Zukunft wird sein, das gerecht zu verteilen, was der Planet Erde dauerhaft zu bieten hat. Denn derzeit konsumiert ein Viertel der Weltbevölkerung drei Viertel der Ressourcen“, kritisiert Steffen Nichtenberger von Greenpeace.

„Steigende Preise für Rohstoffe und vor allem Lebensmittel, dazu geplünderte Meere und schwindende Wälder machen die Versorgung von sieben Milliarden Menschen schwierig. Eine Erholung von den Finanz- und Wirtschaftskrisen steht aber mit einer neuen verträglicheren Lebensweise keineswegs im Widerspruch. „Wir brauchen den Abbau der ökologischen Überschuldung - durch systematische Reduktion des Ressourcenbedarfs unseres Wirtschaftens“, fordert Franko Petri vom WWF.

„Seit den 70er Jahren haben die ökologischen Beanspruchungen die `ökologischen Einnahmen` jedes Jahr überstiegen. Heute verzeichnen wir global etwa 40 Prozent ökologisches Defizit. Der österreichische Overshoot wurde gar schon am 18. Mai erreicht“, warnt Wolfgang Pekny von der Plattform Footprint, „Wir leben über die Verhältnisse – nur mehr auf Öko-Pump – und dabei längst gar nicht mehr so gut. Diese Art der Verschuldung ist gefährlicher als jene von Firmen oder Staaten. Schließlich möchte sich niemand den Bankrott der Natur ausmalen. Mit einer grundsätzlich geänderten Lebensführung ist diese Schuldenkrise leicht zu beheben -mehr Zeit nehmen, mehr Freunde, mehr Spaß, mehr vom eigentlichen Leben – und das mit kleinerem Footprint.“

Mehr Details und Hintergrund zu den Berechnungen unter www.footprint.at/overshoot2011.html

Aussender & weitere Infos:
Wolfgang Pekny, Plattform Footprint, Tel. 0664-1210761, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .
Franko Petri, WWF, Tel. 01-48817-231 oder 0676-83488231, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .
Simonne Baur, GLOBAL 2000, Tel. 0699-14200023, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .
Melanie Beran, Greenpeace, Tel. 0664-6126718, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Veröffentlicht in Leben

Global 2000 interviewte biologisch.at-Betreiberin Silvia Fischer.

Bei vielen Produkten ist es oft schwer zu erkennen unter welchen Umständen sie produziert wurden oder woher z. B. die Rohstoffe stammen. Der Produktionszyklus ist untransparent und schwer nachvollziehbar. Auch Bio-Läden oder Bio-Bauern und Bio-Bäuerinnen in der Umgebung zu finden ist nicht immer einfach und oft sehr zeitaufwendig. GLOBAL 2000 sprach mit Silvia Fischer, die sich diesem Problem gestellt und die Website biologisch.at ins Leben gerufen hat. Auf dieser Website findet man Bio-Informationen und Adressen rund um Lebensmittel, Wohnen, Energie, Mode, Kosmetik, Urlaub und noch vieles mehr. Ein Tipp: Zurzeit gibt es ein Foto-Gewinnspiel mit dem Muluc, dem Maskottchen von biologisch.at, bei dem es tolle Preise zu gewinnen gibt!

GLOBAL 2000: Was war die Motivation zur Erstellung von biologisch.at?

Fischer: Ich komme eigentlich gar nicht aus der Öko-Szene. Ich habe Medienwirtschaft studiert und bei einigen Medienunternehmen gearbeitet. Vor ca. zehn Jahren konnte man sich URLs sichern bzw. kaufen. Und ich habe gewusst, dass biologische Produkte zum Trend werden. Also hab ich mir die URL biologisch.at gekauft, in der Hoffnung, sie später teuer verkaufen zu können. Das hab ich Gott sei Dank nicht getan. Als ich mit meinem ersten Kind in Mutterschutz war, hatte ich dir URL noch immer und ich dachte mir, ich mach was draus. Mein Partner ist IT-Profi und kann, bezogen auf das Web, alles umsetzen - das war bzw. ist natürlich ein Vorteil.

GLOBAL 2000: Wie sahen die Anfänge der Website aus?

Fischer: Mein Partner und ich haben beschlossen, mit einem Bio-Verzeichnis gekoppelt mit einer Umkreissuche zu starten – das war auch die Zeit, als die Google-Maps gerade populär wurden. Ich hab dann sehr viel recherchiert, wo man Bio-Läden und Bio-Bauernhöfe findet und wir konnten bald die Website mit Verzeichnis und Umkreissuche online stellen. Nach und nach stiegen die Zugriffe und ich wollte den BesucherInnen meiner Website nicht nur Adressen sondern auch wichtige Informationen zur Verfügung stellen wie z.B. Biokennzeichnung bei Lebensmittel, Mode, etc. Der nächste Schritt war, regelmäßig News online zu stellen und in weiterer Folge startete auch BioTV, da Filmen schon immer ein Hobby von mir war. Durch die vielen Recherchearbeiten wurde mir erst bewusst, wie es auf der Welt zugeht. Teilweise war ich wirklich deprimiert und dachte mir, was kann ich da eigentlich bewirken mit meiner kleinen biologisch.at Seite. Aber jeder kleine Beitrag zählt und ist es wert, sich dafür einzusetzen. Und dadurch ist mein Engagement für die ganze Sache erst so richtig entstanden.

GLOBAL 2000: Was würden Sie gerne mit dem Projekt biologisch.at erreichen?

Fischer: biologisch.at ist einerseits ein Vermarktungsportal für ökologisch orientierte Unternehmen und zum anderen ein Konsumenteninformationsportal. Ich möchte damit erreichen, dass KonsumentInnen in ihrem Umfeld die gesunden und biologischen Unternehmen finden, dass wieder mehr an der Quelle gekauft wird, und natürlich liegt mir der Erhalt der Klein- und Mittelbetriebe sehr am Herzen.

GLOBAL 2000: Wer ist für die Gestaltung und die Berichte zuständig?

Fischer: Für die technische und grafische Umsetzung ist mein Partner zuständig, für Administration, Redaktion, Marketing und Vertrieb bin ich zuständig.

biologisch.atbiologisch.at

Fotos zum FotoMulucWettbewerb

GLOBAL 2000: Kann man irgendwie bei biologisch.at mitwirken?

Fischer: Ja, sehr gerne! Wir suchen derzeit ehrenamtliche Mitarbeiter für die Redaktion - umweltbewusste, kritische Menschen, die gerne schreiben oder eventuell auch Erfahrung mit Kamera & Schnitt haben. Für den Anzeigenverkauf suchen wir Mitarbeiter auf Provisionsbasis.

GLOBAL 2000: Wie finanziert sich die Website?

Fischer: Ausschließlich durch Werbeeinnahmen. Wir bieten mehrere Werbepackages in verschiedenen Preisklassen an, somit ist für jeden etwas dabei - auch für Kleinunternehmer. Und für jene, die über kein Werbebudget verfügen, gibt’s einen Gratiseintrag im Verzeichnis. Wir finanzieren uns also nicht über einen großen Sponsor oder einige wenige große Werbekunden, sondern über viele Klein- und Mittelunternehmer und können so unsere Unabhängigkeit wahren.

GLOBAL 2000: Wer ist die Zielgruppe von biologisch.at?

Fischer: Unsere Zielgruppe sind ökologisch orientierte Menschen, die biologische Unternehmen einer bestimmten Branche oder in ihrer Umgebung finden möchten und natürlich all jene, die Informationen zum Thema gesundes und faires Konsumverhalten suchen.

GLOBAL 2000: Welche Voraussetzungen braucht ein Unternehmen, um auf der Website einen Werbeplatz zu bekommen?

Fischer: Dadurch, dass wir alle Branchen umfassen, ist es schwierig das allgemein zu erklären. Bei den Lebensmitteln ist es einfach, da gibt es eine Bio-Lizenzierung, in der Gastronomie seit kurzem auch. Bei Mode, Kosmetik oder Möbeln z.B. gibt es die verschiedensten Labels mit Zertifizierungskriterien. Wir handhaben das so, dass sich jede Firma selbstständig bei uns eintragen kann und wir überprüfen dann, ob Sie wirklich die biologischen, ökologischen bzw. nachhaltigen Kriterien erfüllen. Es wird also jede Firma bzw. jeder Eintrag individuell geprüft.

GLOBAL 2000: Sie haben letztes Jahr den Solar-Preis in der Kategorie Preis für Medien gewonnen. Welche Ziele haben sie für die Zukunft?

Fischer: Zurzeit kommen nur diejenigen auf unser Portal, die schon ökologisch orientiert sind. Mein Ziel ist es, eine breitere Masse zu erreichen. „Ich alleine kann nichts bewirken“ wollen wir nicht mehr hören. Wir möchten das Bewusstsein schaffen, dass das Handeln jedes Einzelnen Auswirkungen hat. Dass jeder Einzelne mit seinem Konsumverhalten entscheidet, was der Markt bietet. Wenn man z.B. gegen Atomkraft ist, so wechselt man zu einem echten Ökostromanbieter oder wenn man gegen Gentechnik ist, dann ist man mit Bioprodukten auf der sicheren Seite, etc. Ein oft gehörtes Argument, dass dieser Konsumstil nicht leistbar ist, stimmt nicht. Dazu gibt’s unsere „10 Tipps für eine bessere Welt“. Mit unserem neuen Maskottchen, dem Muluc wollen wir auch außerhalb des Webs Aufmerksamkeit erzeugen und die Menschen spielerisch zum Thema führen. Es stecken aber noch viele weitere Ideen in unseren Köpfen, um mehr Menschen zu erreichen und wir würden uns sehr über engagierte Helfer freuen

Zum FotoMuluc-Gewinnspiel

Zum Interview auf www.global2000.at

Veröffentlicht in Leben
Freitag, den 22. April 2011 um 09:27 Uhr

Rocken gegen Tschernobyl = Rocken für den Atomausstieg!

Tschernobyl ist heute so aktuell wie vor 25 Jahren. 14 mal stehen Atomkraftwerke direkt an unseren Grenzen. So sicher wie sich die Menschen damals gefühlt haben, so sicher fühlten sich auch die Einwohner Japans – und so sicher sind wir hier in Österreich.

Österreichs größtes Benefizkonzert zugunsten der Tschernobyl-Kinder

Am 27.04.1996 gründete GLOBAL 2000 daher das Projekt „Tschernobyl-Kinder“, um das Leid der jungen Opfer der Katastrophe von Tschernobyl zu lindern. Für den guten Zweck legen sich die angesagtesten MusikerInnen, DJ's und VJ's ins Zeug und bespielen am 27.04.2011 alle Floors der Arena. 40 KünstlerInnen bringen Ihren Protest gegen Atomenergie zum Ausdruck und verleihen den unschuldigen Opfern jener Katastrophe ihre Stimme. Visuell wird ein großes Outdoorkino mit 3D-Mapping-Projektionen namens „Fake Blood“ künstlerisch die jüngsten Katastrophen reflektieren.

Veröffentlicht in Wien
Donnerstag, den 21. April 2011 um 11:50 Uhr

Atomausstieg Strategiegipfel

GLOBAL2000 und Die Grünen luden zu einem Strategietreffen der UnterstützerInnen von atomausstieg.at - u.a. auch biologisch.at - ins Parlament.

Zur News - Strategiegipfel und Gedenkkundgebung am Ostermontag

Quelle: Die Grünen

Veröffentlicht in Web-Videos
Freitag, den 08. April 2011 um 14:29 Uhr

Verstrahlte Lebensmittel in Österreich gefunden

GLOBAL 2000: In Österreich fehlen Kontrolle und Information.

Stichprobentest zeigt: "Tschernobyl-Fallout noch lange nicht gegessen" - Radioaktivität nicht von AGES überwacht - Jede zusätzliche radioaktive Belastung ist gesundheitliches Risiko.

(Wien, 8. April 2011). Während aktuell über die Gefahr von radioaktiv belasteten Lebensmitteln aus Japan diskutiert wird, rückt die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 die nach wie vor bestehenden Auswirkungen der Atomkatastrophe von Tschernobyl ins Bewusstsein und kritisiert die mangelhafte Lebensmittelkontrolle. "Der Tschernobyl-Fallout ist noch lange nicht gegessen", stellt Reinhard Uhrig, Atomexperte von GLOBAL 2000 klar. "Im wahrsten Sinne des Wortes, denn unsere Stichprobe von Wildschweinfleisch zeigt eine deutliche Grenzwertüberschreitung mit radioaktivem Cäsium." Das getestete Wildschweinfleisch wies eine Radioaktivität von 1060 Becquerel/Kilogramm auf – der gesetzlich zulässige Grenzwert liegt bei 600 Bq/kg. Das Tier wurde legal in Österreich gekauft. Das Problem bei Wildschweinen ist bekannt: In Baden-Württemberg und Bayern müssen alle geschossenen Wildschweine auf Radioaktivität getestet werden – es gibt immer wieder Fälle von Überschreitungen der Messskala, d. h. von mehr als 10 000 Bq/kg. „Kontrolle und Information ist auch in Österreich notwendig. Was die österreichische AGES tut, ist aktiv desinformieren und beschwichtigen – etwa vergleichbar mit der Informationspolitik der japanischen Nuklearaufsicht wird behauptet, dass die jährlich aufgenommenen Wildfleisch- und damit Radioaktivitäts-Mengen so gering sind, dass sie ‚gesundheitlich unbedenklich‘ seien“, kritisiert Uhrig. So nachzulesen auf der AGES-Homepage, wo sogar die 10-fache Überschreitung des Grenzwerts verharmlost wird. "Einerseits erlässt der Gesetzgeber ohnehin fragwürdige Grenzwerte und andererseits werden diese dann von Bundesstellen sofort infrage gestellt und nach oben korrigiert - das ist keine Kontrolle, die Sicherheit gibt, was in Österreich auf dem Wildbretteller landet, kann radioaktiver Sondermüll sein", so Uhrig.

Mediziner warnt: Jede zusätzliche Aufnahme von Radioaktivität ist potenziell schädlich

Die Folgen von Tschernobyl haben gezeigt, dass selbst ein geringer Eintrag von Radioaktivität beim Menschen statistisch gesehen zu einer Erhöhung der Krankheitswahrscheinlichkeit führt. Diese allgemein anerkannte Lehrmeinung bestätigt auf der heutigen Pressekonferenz der Sprecher der ÄrztInnen für eine gesunde Umwelt Dr. Hans-Peter Hutter: „Jede Erhöhung des Radioaktivitätseintrags ist potenziell schädlich. Bewusster Umgang mit dem Risiko und eine möglichst geringe Aufnahme von zusätzlichen radioaktiven Stoffen ist auch im Sinne der Medizin, wo für manche Behandlungen radioaktive Belastungen notwendig sind – diese zusätzliche Belastung möglichst gering zu halten ist Aufgabe von Medizin und Politik.“

Die GLOBAL 2000-Initiative www.atomausstieg.at

Das Team von atomausstieg.at bedankt sich bei den bereits 68.301 UnterstützerInnen der Petition zum weltweiten Atomausstieg. Doch bis zum 26. April 2011 (25 Jahre Tschernobyl) sollen 150.000 Unterschriften gesammeln werden. Bitte helft mit und verbreitet die Botschaft und sendet eine email an Freunde und Bekannte. atomausstieg.at hat die wichtigsten Infos fertig zusammengefasst. Einfach Empfänger-Name und Email ausfüllen und los gehts!

Aussender & weitere Infos:
GLOBAL 2000
www.atomausstieg.at

http://www.conrad.at/ce/de/overview/0601101/?insert=U3&WT.srch=1&WT.mc_id=sea_5_Werkzeug
Veröffentlicht in Leben
Dienstag, den 15. Februar 2011 um 10:46 Uhr

GLOBAL 2000 Petition: Wir haben Gentechnik satt

600.000 Tonnen Gentech-Soja werden jährlich von Österreichs Bauern an Tiere verfüttert. 82 % der ÖsterreicherInnen lehnen Gen-Lebensmittel ab. Trotzdem essen sie Hendlhaxen und Schnitzel von Tieren, die mit Gen-Futtermitteln gefüttert wurden.

Veröffentlicht in Leben
Donnerstag, den 21. Oktober 2010 um 12:23 Uhr

GLOBAL 2000 Geburtstagsfest

Benefizkonzert mit Sofa Surfers, Garish, Velojet, Christoph & Lollo, Zweitfrau gegen Atomkraft, für die Tschernobylkinder

GLOBAL 2000 Benefizkonzert zugunsten der Tschernobyl-Kinder am 28.10.2010 mit den Sofa Surfers, Garish, Velojet, Christoph und Lollo, Hans Platzgumer, Zweitfrau, DJ MATOSE (Media Apparat, Wien), DJ IGIP (Media Apparat, Berlin), VJ Adisign + VJ Akronym + VJ Mister Pink.

Veröffentlicht in Regional