Greenpeace und GLOBAL 2000 unterziehen Energieunternehmen einem Atomstrom-Check. 

(Wien, 27. September 2011) - Die Umweltschutzorganisationen Greenpeace und GLOBAL 2000 haben den Strom-Mix der österreichischen Energieversorgungsunternehmen einem Atomstrom-Check unterzogen. Das Ergebnis: Trotz der Reaktorkatastrophe in Fukushima und der breiten Ablehnung der österreichischen Bevölkerung gegenüber Atomstrom-Importen, halten einzelne Energieunternehmen am Import von Atomstrom fest. Die Untersuchung der Umweltorganisationen zeigt, dass Unternehmen wie die Kärntner KELAG, die Tiroler TIWAG oder die Verbund AG keine Ambitionen zeigen, aus dem Geschäft mit dem Atomstrom auszusteigen. Es gibt aber auch Unternehmen, die aufzeigen, dass der Verzicht auf Atomstrom auch für konventionelle Stromanbieter möglich ist. BEWAG, EVN, Wien Energie, Salzburg AG und Energie Steiermark konnten glaubhaft nachweisen, keinen Atomstrom in ihrem Angebot zu haben. Testsieger sind die Ökostromanbieter AAE Naturstrom und oekostrom AG.

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Österr. Atomstromimport entspricht Jahresstromproduktion des AKW Mochovce

„Das ist im höchsten Maße unverantwortlich. Die Atomstrom-Importe der KELAG oder der TIWAG führen dazu, dass das Geschäft mit dem Atomstrom rund um Österreich weiter blüht. Der Atomstrom, der an die österreichischen Endkunden fließt, entspricht etwa der Jahresstromproduktion des AKW Mochovce. Im Sinne der Mehrheit der Österreicher braucht es so schnell wie möglich ein Importverbot für Atomstrom“, fordert Greenpeace-Energiesprecher Jurrien Westerhof. Im Juni dieses Jahres wurde von Greenpeace und GLOBAL 2000 eine Umfrage in Auftrag gegeben, die ergab, dass 80 Prozent der 500 befragten ÖsterreicherInnen gegen den Handel mit Atomstrom durch heimische Energieversorger sind. 74 Prozent sprachen sich sogar dezidiert für ein entsprechendes Importverbot aus.

 

atomstromanbietergreenpeace

Im Zuge des Atomstrom-Checks wurde bei folgenden Energieunternehmen Atomstrom im Strom-Mix gefunden: KELAG (23 Prozent), Verbund AG (16 Prozent), TIWAG (15 Prozent), VKW (11,2 Prozent) und Energie AG (10,5 Prozent). Dieses Ergebnis zeigt, dass es in Österreich eine Kennzeichnungspflicht für Stromversorger gibt, die leider diverse Schlupflöcher zur Verschleierung des Atomstromanteils offen lässt.

Sieger: oekostrom AG und AAE Naturstrom

Einige Energieunternehmen setzen jedoch ein Zeichen, indem sie ganz auf Atomstrom verzichten. Neben den Ökostromanbietern oekostrom AG und AAE Naturstrom haben BEWAG, Wien Energie, Energie Steiermark, EVN und Salzburg AG nachweisen können, keinen Atomstrom mehr an ihre Kunden abzugeben. „Die Investoren in Temelín, Mochovce und Krsko hoffen auf den Absatzmarkt Österreich und scharren bereits in den Startlöchern. Es ist ein wichtiges Signal, dass diese Energieunternehmen ernst machen und dem Atomstrom den Rücken kehren“, führt Reinhard Uhrig, Energiesprecher von GLOBAL 2000, aus.

Die Untersuchung von Greenpeace und GLOBAL 2000 ging über die reine Bewertung des Strom-Mixes hinaus und legte das Augenmerk zusätzlich auf die Investitionen in Erneuerbare Stromerzeugung, die Transparenz bei der Beantwortung der Fragen, das Betreiben von Pumpspeicherkraftwerken mit Graustrom und den Handel mit nicht deklariertem Strom im Ausland. Die Sieger dieses umfassenden Tests stehen fest: oekostrom AG und AAE Naturstrom sind unter den österreichischen Stromlieferanten nach wie vor das Maß aller Dinge. Beide weisen einen einwandfreien Strom-Mix auf, der sich zu 100 Prozent aus Erneuerbarer Energie zusammensetzt. Beide Energieversorger arbeiten außerdem transparent und lassen ihre Finger von Graustrom. Im Hinblick auf konventionelle Energieanbieter schneiden BEWAG, EVN und Salzburg AG gemeinsam mit Wien Energie und Energie Steiermark gut ab, während Energie AG und Verbund deutlich abfallen. Weit abgeschlagen im Ranking findet sich hinter der TIWAG das eindeutige Schlusslicht - die KELAG. „Um sicherzustellen, dass in keinem österreichischen Haushalt mehr Atomstrom aus der Steckdose kommt, gibt es nur einen Weg. Der Gesetzgeber muss den Import von Atomstrom verbieten“, so die Umweltschützer abschließend. "Es darf nicht sein, dass umweltbewusste Kunden atomstromfreien Strom beziehen, während die Industrie sich den billigsten Lieferanten sucht und so auch die Atomwirtschaft unterstützt. Gleiches Recht für alle!"

Weitere Informationen und Grafiken zum Download: http://www.greenpeace.at/atomstrom-check-2011

Greenpeace und GLOBAL 2000 weisen Verbundchef-Vorwürfe zurück

Atomkraftwerke: Störfälle 2011

Quelle:
Greanpeace

Veröffentlicht in Energie
Dienstag, den 27. September 2011 um 12:26 Uhr

Die Welt am Ende: 27. September ist Overshoot Day

Wir sägen uns den Ast ab!

Und sie sägten an den Ästen,
auf denen sie saßen und schrien sich zu ihre Erfahrungen,

wie man besser sägen könne

und fuhren mit Krachen in die Tiefe

und die die ihnen zusahen beim Sägen

schüttelten die Köpfe

und sägten kräftig weiter.

(Bert Brecht)

Ab heute, Dienstag, lebt die Welt auf Pump. Denn heuer fällt der "Global Overshoot Day", auch "Welterschöpfungstag" genannt, auf den 27. September. HEUTE!!!! Das ist jener Tag im Jahr, an dem nach Berechnungen des Global Footprint Network sämtliche Ressourcen verbraucht sind, die bei einer nachhaltigen Lebensweise zur Verfügung stünden. Das heißt, es wurden weltweit bereits so viele Bioressourcen verbraucht, wie die Erde in einem Jahr "erneuern" könnte. Der ökologische Fußabdruck, den die Menschheit hinterlässt, ist größer als der Planet Erde.

"Den Rest des Jahres werden wir heuer von der Substanz zehren und weiter CO2 in der Atmosphäre anreichern. Das ist etwa so, als ob wir unser Jahreseinkommen schon Ende September ausgegeben hätten und nur mehr von den Ersparnissen leben würden, die unweigerlich zu Ende gehen", erklärt Mathis Wackernagel, Präsident des Global Footprint Networks.

Mehr Infos dazu -> http://www.footprint.at/index.php?id=aktuell
Für alle die spielerisch ihre Lage begreifen und ihren Globalverstand schärfen wollen, hier ein interessantes Tool: http://www.visualizing.org/html5/13801

Aussender:
Michael Schwingshackl
www.findthebase.org


Öko-Schuldenkrise: Das Jahresbudget der Natur ist für heuer aufgebraucht.

Heuer fällt der Welterschöpfungstag („Global Overshoot Day“) auf Dienstag, den 27. September. Ab diesem Zeitpunkt hat die Menschheit alle Ressourcen beansprucht, die für dieses Jahr zur Verfügung stehen, wenn wir nachhaltig gewirtschaftet hätten. „Nicht nur die Banken und Staaten befinden sich in einer Schuldenkrise sondern auch die Menschheit als Ganzes hat ein Schuldenproblem. Wir nehmen uns zu viel von der Natur und können nicht zurückzahlen“, warnen die Umweltorganisationen WWF, GLOBAL 2000 und Greenpeace.

Diese Warnung kommt von Wissenschaftlern des Global Footprint Network, an dem auch der WWF und die Plattform Footprint beteiligt sind. Für die Berechnungen wird die auf der Erde verfügbare Biokapazität - das „Einkommen“ aus natürlichen Ressourcen, die sich jedes Jahr erneuern - mit dem ökologischen Fußabdruck, den „Ausgaben“ verglichen. Der ökologische Fußabdruck (Footprint) entspricht dem Bedarf an natürlichen Ressourcen, die wir für unseren Lebensstil, für die Produktion von Nahrung, Gütern und für den Ausgleich der CO2-Emissionen beanspruchen.

Die Berechnungen zeigen, dass die CO2 Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger bereits mehr als 50 Prozent zum globalen Fußabdruck beitragen. Seit 1970 hat sich der Anteil des Kohlenstoff-Fußabdrucks damit mehr als verdreifacht und ist das am stärksten steigende Segment des globalen Fußabdrucks. Das von der Wissenschaft geforderte und von der EU angestrebte Ziel von minus 80 bis 95 Prozent CO2 bis zum Jahr 2050 ist auch für die Reduktion des Overshoots ein zentrales Element.

Den Rest des Jahres werden wir heuer von der Substanz zehren und weiter CO2 in der Atmosphäre anreichern. Das ist etwa so, als ob wir unser Jahreseinkommen schon Ende September ausgegeben hätten und nur mehr von den Ersparnissen leben, die unweigerlich zu Ende gehen!” erklärt Mathis Wackernagel, Präsident des Global Footprint Networks.

„Im Raumschiff Erde ist nicht nur die Atmosphäre begrenzt“, warnt Lisa Kernegger von GLOBAL 2000. „Auch fruchtbarer Boden und Wasserflächen sind endlich und bereits äußerst knapp und der Footprint nimmt weiter zu!“ Eine Trendwende wäre zwar längst möglich, ist aber noch nicht in Sicht. Trotz wirtschaftlicher Stagnation in den OECDStaaten stieg der globale Ressourcenbedarf auch seit Oktober 2008 weiter an, wenn auch weniger stark als in dem Jahrzehnt davor.

In diesen Tagen wird der siebenmilliardste Erdenbürger das Licht der Welt erblicken. „Mit der steigenden Weltbevölkerung steigt auch der Energiehunger. Eine zentrale Anforderung für die Zukunft wird sein, das gerecht zu verteilen, was der Planet Erde dauerhaft zu bieten hat. Denn derzeit konsumiert ein Viertel der Weltbevölkerung drei Viertel der Ressourcen“, kritisiert Steffen Nichtenberger von Greenpeace.

„Steigende Preise für Rohstoffe und vor allem Lebensmittel, dazu geplünderte Meere und schwindende Wälder machen die Versorgung von sieben Milliarden Menschen schwierig. Eine Erholung von den Finanz- und Wirtschaftskrisen steht aber mit einer neuen verträglicheren Lebensweise keineswegs im Widerspruch. „Wir brauchen den Abbau der ökologischen Überschuldung - durch systematische Reduktion des Ressourcenbedarfs unseres Wirtschaftens“, fordert Franko Petri vom WWF.

„Seit den 70er Jahren haben die ökologischen Beanspruchungen die `ökologischen Einnahmen` jedes Jahr überstiegen. Heute verzeichnen wir global etwa 40 Prozent ökologisches Defizit. Der österreichische Overshoot wurde gar schon am 18. Mai erreicht“, warnt Wolfgang Pekny von der Plattform Footprint, „Wir leben über die Verhältnisse – nur mehr auf Öko-Pump – und dabei längst gar nicht mehr so gut. Diese Art der Verschuldung ist gefährlicher als jene von Firmen oder Staaten. Schließlich möchte sich niemand den Bankrott der Natur ausmalen. Mit einer grundsätzlich geänderten Lebensführung ist diese Schuldenkrise leicht zu beheben -mehr Zeit nehmen, mehr Freunde, mehr Spaß, mehr vom eigentlichen Leben – und das mit kleinerem Footprint.“

Mehr Details und Hintergrund zu den Berechnungen unter www.footprint.at/overshoot2011.html

Aussender & weitere Infos:
Wolfgang Pekny, Plattform Footprint, Tel. 0664-1210761, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .
Franko Petri, WWF, Tel. 01-48817-231 oder 0676-83488231, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .
Simonne Baur, GLOBAL 2000, Tel. 0699-14200023, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .
Melanie Beran, Greenpeace, Tel. 0664-6126718, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Veröffentlicht in Leben

H&M will nun bis 2020 auf gefährliche Chemikalien verzichten als Reaktion auf die weltweite Greenpeace-Kampagne gegen "Schmutzige Wäsche".

Nach Puma, Nike und Adidas reagiert nun auch H&M auf die weltweite Greenpeace-Kampagne gegen "Schmutzige Wäsche". Wie H&M in Stockholm mitteilte, sollen bis 2020 gefährliche Chemikalien aus der Produktion verbannt und durch umweltfreundliche Alternativen ersetzt werden.

Veröffentlicht in Leben

In Deutschland ist der Anbau von gentechnisch verändertem Mais seit 2009 verboten. Dennoch wächst in diesem Frühjahr auf bis zu 3000 Hektar – dies entspricht 3000 Fußballfeldern – Mais der Firma Pioneer Hi-Bred, der mit Gen-Mais verunreinigt ist. Greenpeace hat den Saatgut-Skandal jetzt aufgedeckt. Das Saatgut wurde verkauft und ausgesät, obwohl das zuständige Landwirtschaftsministerium in Niedersachsen seit Anfang März von der Verunreinigung wusste.

"Es handelt sich hier um den bisher größten Gentechnik-Saatgutskandal in Deutschland", sagt Alexander Hissting, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace. "Drei Monate lang stauben die Untersuchungsergebnisse zum verunreinigten Saatgut schon auf niedersächsischen Behördenschreibtischen ein. Entweder wurde hier geschlampt oder aus politischer Überzeugung bewusst in Kauf genommen, dass mit der Aussaat von Gen-Mais Fakten geschaffen werden."

Das für seinen Pro-Gentechnik-Kurs bekannte niedersächsische Landwirtschaftsministerium hatte sich bisher geweigert, konkrete Angaben zum Hersteller, der Sorte und der Menge des verunreinigten Mais-Saatgutes zu machen. Bereits im April hatte Greenpeace die Ergebnisse der jährlichen Saatgut-Analysen der Bundesländer nach dem Umweltinformationsgesetz abgefragt und veröffentlicht. In neun Bundesländern waren die Behörden fündig geworden. Bis auf Niedersachsen ergriffen alle Länder Maßnahmen, um die Aussaat zu verhindern: Sie veranlassten die Vernichtung oder den Rückruf aus dem Handel.

Die Greenpeace-Recherchen belegen, dass das Ministerium in Hannover zwar von der verunreinigten Mais-Saat wusste – dennoch wurde nichts unternommen, um die Auslieferung der Saatgut-Säcke zu verhindern. Landwirte in fünf Bundesländern kauften die betroffene Mais-Sorte von Pioneer – darunter die großen Maisanbauländer Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg – und brachten sie auf 2000 bis 3000 Hektar aus. Das Saatgut ist bis zu 0,1 Prozent mit dem Gen-Mais NK603 kontaminiert. Der herbizidresistente Mais darf in ganz Europa nicht angebaut werden. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass beim Verzehr von NK603 gesundheitliche Schäden an Mensch und Tier nicht ausgeschlossen werden können.

"Schon eine Saatgutverunreinigung von nur 0,1 Prozent hat zur Folge, dass etwa 100 gentechnisch veränderte Pflanzen auf einem Hektar wachsen", sagt Hissting. "Dieser Fall zeigt erneut: Agro-Gentechnik und gentechnikfreie Landwirtschaft können nicht nebeneinander existieren."

EU-weit gilt ein Reinheitsgebot für Saatgut. Deshalb überprüfen die Bundesländer jedes Frühjahr die Qualität des Saatguts. Für eventuelle Verunreinigungen auf dem Acker und Schadensersatzforderungen für die Vernichtung bereits ausgesäter Gen-Mais-Pflanzen haftet allerdings der Saatgut-Hersteller. Pioneer hat sich noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Greenpeace fordert das niedersächsische Landwirtschaftsministerium auf, die betroffenen Landwirte umgehend zu benachrichtigen und anzuweisen, die Pflanzen auf den Feldern zu vernichten. Die Landwirte müssen von Pioneer entschädigt werden – der bereits angerichtet Schaden dürfte in die Millionen gehen. Zudem müssen die betroffenen Flächen unverzüglich veröffentlicht werden. Die niedersächsische Landesregierung muss zudem aufklären, warum der Fund von illegalem Saatgut über Monate verschleiert wurde.

Quelle:
Greenpeace

Veröffentlicht in Leben
Montag, den 17. Mai 2010 um 22:44 Uhr

Erfolg: Nestlé geht auf Greenpeace Forderungen ein!

Nestlé hat heute angekündigt, von jetzt an auf die Verwendung von Palmöl und Zellstoff aus Regenwaldzerstörung zu verzichten. Dieser Schritt erfolgt nach einer zweimonatigen internationalen Greenpeace-Kampagne, an welcher sich mehrere Hunderttausend Personen beteiligten.

Die Kampagne zeigte, wie Palmöl aus Urwaldzerstörung in Nestlé Produkten wie dem Schokoriegel KitKat landet. Die Ausdehnung von Palmöl- und Zellstoffplantagen treibt in Indonesien die Zerstörung von Urwald- und Torflandflächen in schnellem Tempo voran und bringt Arten wie den Orang-Utan an den Rand der Ausrottung.

Auf Worte müssen Taten folgen

Wir gratulieren Nestlé zu den angekündigten Massnahmen und werden nun genau verfolgen, ob sie den neuen Massnahmenplan effektiv umsetzen werden:
  • kein Palmöl mehr von Firmen, die in illegale Rodungen verwickelt sind
  • die lokale Bevölkerung soll in die Projekte einbezogen werden
  • die Torfböden - wichtiger globaler CO2-Speicher - sollen geschützt werden

In den vergangenen zwei Monaten wurde Nestlé weltweit von hunderttausenden besorgten Konsumenten kontaktiert und aufgefordert, keine Rohstoffe mehr zu kaufen, welche mit Regenwaldzerstörung in Verbindung stehen.

Ihre neuen Grundsätze verpflichten Nestlé dazu, Firmen, welche Hochrisiko-Plantagen und -Farmen besitzen oder bewirtschaften, zu identifizieren und aus ihrer Beschaffungskette zu streichen. Dies trifft auf Firmen der Sinar Mas Gruppe zu, welche mit ihren Entwaldungsaktivitäten indonesisches Recht sowie internationale Standards verletzten.

Firmen wie die der Sinar Mas Gruppe expandieren wegen der steigenden globalen Nachfrage nach Palmöl und Zellstoff immer weiter in Urwald- und Torfgebiete. Palmöl landet in einer breiten Palette von Alltagsprodukten im Lebensmittel- und Hygienesektor – aber auch zunehmend in Agrotreibstoffen.

Quelle:
Greenpeace

Veröffentlicht in Umwelt
Montag, den 03. Dezember 2007 um 16:48 Uhr

Schoko-Nikolos enthalten größtenteils Gentechnik

Greenpeace-Einkaufsratgeber Marktcheck empfiehlt nur drei Produkte
Wien (OTS) - Bereits zum dritten Mal in Serie hat der Greenpeace-Einkaufsratgeber marktcheck.at Schokolade-Nikolos auf ökologische, soziale und Tierschutz-Kriterien überprüft: Von den insgesamt 37 getesteten Produkten sind lediglich drei sowohl fair gehandelt wie auch umwelt- und tierfreundlich hergestellt, und zwar zwei Produkte der Firma Zotter sowie eines von EZA.

Die Nikolos aller bekannten Schokoladen-Produzenten wie etwa Milka, Lindt, Hauswirth, Ferrero, Hofbauer, Nestle, Riegelein, Manner oder Heindl schneiden in allen drei Kriterien vielfach nur "kritisch" oder gar "ungenügend" ab.
Veröffentlicht in Leben