Bio-Kontrollpflicht in Gastronomie und Großküchen ab 1.7.09

Wo Bio drauf steht, muss auch Bio drin sein!

Wien (OTS) – Ab 1. Juli 2009 gelten standardisierte Vorschriften für die Auslobung von Bio in Gastronomie und Großküchen. Ziel der Regelung ist es, einheitliche und klare Regeln zu definieren, um damit irreführende Auslobungen in diesem Bereich einzudämmen. Die unabhängige Kontrolle als zentrales, vertrauensbildendes Element der Bio-Landwirtschaft wird damit auf den Bereich der gemeinschaftlichen Verpflegungseinrichtungen ausgedehnt.

 

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Standardisierung der Bio-Auslobung in Gastronomie

Die EU-Bio-Verordnung regelt sehr genau, unter welchen Bedingungen biologische Lebensmittel hergestellt und vermarktet werden dürfen. Für gemeinschaftliche Verpflegungseinrichtungen gab es bis dato keine verpflichtenden Standards. In Österreich hat die zuständige "Unterkommission Bio" (UK Bio) zum Lebensmittelbuch (Codex) daher einstimmig entschieden, eine Standardisierung der Bio-Auslobung in der Gastronomie und den Großküchen zu schaffen. In diesem Gremium vertreten sind u. a. die Ministerien für Landwirtschaft, Gesundheit und Konsumentenschutz auch die Landwirtschafts-, Arbeiter-, und Wirtschaftskammer sowie die Interessensgemeinschaft Kontrollstellen sowie BIO AUSTRIA vertreten. Dabei handelt es sich um eine nationale Entscheidung, die geltenden Bestimmungen der EU-Bio-Verordnung sinngemäß auch auf Gemeinschaftliche Verpflegungseinrichtungen anzuwenden. Die EU-Bio-Verordnung eröffnet diese Möglichkeit, schreibt sie jedoch nicht verpflichtend vor. Zur Umsetzung gehört konsequenterweise eine Melde- und folglich Kontrollpflicht betroffener Unternehmer in Gastronomie und Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung.

Die wichtigsten Möglichkeiten der Auslobung sind: 

  1. Auslobung von Bio-Speisen in der Gastronomie mit der Auslobung entweder einzelner Bio-Zutaten oder der Auslobung als ganzes Bio-Gericht   
  2. Auslobung von Bio in Großküchen als Prozentanteil der durchschnittlichen jährlichen Verwendung von Bio-Erzeugnissen, die nicht primär dem Zweck der Verpflegung dienen (z. Bsp. Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen, Pensionistenheime)
  3. Auslobung von Bio in der Unternehmensbezeichnung beispielsweise als Bio-Hotel oder Bio-Wirt

BIO AUSTRIA hat sich sehr um praktikable Lösungen bemüht, um eine Balance zwischen Sicherheit für KonsumentInnen und Kosten für die betroffenen Unternehmen zu finden. Das Bio-Zertifikat für die Gastronomie ist eine Möglichkeit, sich von MitbewerberInnen abzuheben, die Glaubwürdigkeit bei den KonsumentInnen zu steigern und das vorhandene Bio-Angebot auf Speisekarten und Werbematerialien auch darzustellen.

"Österreich übernimmt als Bio-Land Nr. 1 mit diesem Schritt wieder einmal die Vorreiterrolle und schließt eine wichtige Kontrolllücke. Auf EU-Ebene ist absehbar, dass über kurz oder lang eine EU-weit gültige Kontrollpflicht eingeführt wird. Mit der österreichischen Regelung warten wir nicht bis uns etwas vorgeschrieben wird, sondern gestalten rechzeitig selbst mit und schaffen eine solide und vertrauenswürdige Basis für die Weiterentwicklung der Bio-Vermarktung in den Bereichen Gastronomie und Großküchen. BIO AUSTRIA hat an den Richtlinien mitgearbeitet und unterstützt die Initiative, sowohl im Interesse der Biobauern und Gastronomen als auch der KonsumentInnen, um sicherzustellen, dass dort, wo Bio drauf steht, auch Bio drin ist", schließt Rudi Vierbauch, Obmann von BIO AUSTRIA, dem Verband der Österreichischen Biobauern.

Weiterführende Informationen online: www.bio-austria.at/presse oder www.biokueche.at

Quelle:
Bio Austria

 

 

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