Ewigkeits-Pestizide in Obst und Gemüse – Ö im Spitzenfeld

Global2000 hat gemeinsam mit dem Europäischen Pestizid-Aktions-Netzwerk (PAN Europe) den Report “Giftige Ernte“ herausgebracht. Von 2011 bis 2021 wurden bei EU-Pestizidmonitorings über 270.000 Pestizid-Datensätze gesammelt, die nun zu einem erschreckenden Ergebnis führen.

Rückstände von 31 verschiedenen PFAS-Pestiziden wurden zwischen 2011 und 2021 in Obst und Gemüse in der EU nachgewiesen. In diesem Zeitraum hat sich der Anteil von PFAS-belastetem Obst- und Gemüse von unter 6 % auf rund 15 % nahezu verdreifacht. Die stärkste Zunahme zeigen Erzeugnisse aus Österreich mit einem Anstieg um das 7-fache bei Obst und um das 33-fache bei Gemüse. Auch in absoluten Zahlen liegt Österreich mit 25 % zusammen mit Holland und Belgien (je 27 %) im negativen Spitzenfeld.

Was sind PFAS?

PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind äußerst stabile und langlebige Chemikalien. Einmal in der Umwelt angekommen, bleiben sie auch dort und werden deshalb als „Ewigkeits-Chemikalien“ (Forever Chemicals) bezeichnet.

PFAS sind Chemikalien, die in vielen Alltagsprodukten vorkommen, aber auch Umwelt- und Gesundheitsrisiken mit sich bringen. PFAS kommen unter anderem in Pfannen mit Antihaftbeschichtung, Farben, Kosmetik, Microwellen-Popcorn-Beutel, schmutzabweisenden Produkten, wasserabweisender Kleidung und Körperpflegeprodukten vor.

Bisher wenig bekannt ist, dass auch zahlreiche Pestizidwirkstoffe in die Gruppe der Ewigkeits-Chemikalien fallen. Pestizide leisten daher einen relevanten Beitrag zur Belastung mit PFAS. Immerhin 16 % der in der EU zugelassenen chemisch-synthetischen Pestizidwirkstoffe sind PFAS.

PFAS-BELASTUNG BEIM MENSCHEN UND GESUNDHEITLICHE RISIKEN

Die Studie zeigt, dass europäische Konsument:innen einem Cocktail von PFAS-Pestiziden in Obst und Gemüse ausgesetzt sind. Wenn man sich die am häufigsten nachgewiesenen PFAS-Pestizide genauer ansieht, sind die Beweise für ihre Beständigkeit in der Umwelt und ihre gesundheitlichen Risiken beim Menschen gut dokumentiert. Dazu zählen insbesondere Risiken für ungeborene Kinder, Hirnschäden, hormonelle Störungen und Krebs.

Bei Untersuchungen des österreichischen Umweltbundesamts wurden bei allen Testpersonen PFAS im Blutserum, Gewebe oder der Muttermilch nachgewiesen. Besonders besorgniserregend ist dabei, dass ein Viertel der europäischen Jugendlichen eine so hohe PFAS-Konzentration im Blut aufweisen, dass eine gesundheitliche Beeinträchtigung nicht ausgeschlossen werden kann.

IN ÖSTERREICH AM HÄUFIGSTEN MIT PFAS BELASTET, WAREN HEIMISCHE…

Erdbeeren (70 %)
Gurken (39 %)
Äpfel (38 %)

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Quelle & weitere Infos:
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