Gesetzesentwurf HR 875: Tod des Bio-Landbaus in den USA?

 US-Demokratin Rosa DeLauro – Ehefrau eines Monsanto-Mitarbeiters – hat Gesetzesentwurf eingebracht.

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Lebensmittelversorgung in den Händen großer Saatgut-Konzerne

Dem amerikanischen Kongress liegt der Gesetzentwurf HR 875 zur "Neuregelung der Lebensmittelsicherheit" vor. Sollte dieses Gesetz verabschiedet werden, würde das so gut wie eine Übergabe der amerikanischen Lebensmittelversorgung an die großen Saatgut-Konzerne bedeuten. Mit dem Gesetz würde den Kleinbauern Auflagen unterworfen, die diese nicht erfüllen können.

Schon Mitte der 80er-Jahre hatte die Zinspolitik der Reagan-Regierung dazu geführt, dass in den folgenden zwanzig Jahren rund eine Million US-Farmer Haus und Hof verloren. "Selbstmord ist unter US-Farmern die Todesursache Nummer eins" schrieb Gerhard Waldherr in seiner Reportage für das greenpeace magazin, Ausgabe 6.2002. In diesem Bericht ging es aber nicht mehr um das Landwirtschafts-Desaster der Reagan-Regierung, sondern um das Desaster mit Gen-Pflanzen von Monsanto und Co, die seit 1995 den amerikanischen Markt aufrollten. Und wieder waren zuerst die US-Farmer und sind inzwischen Landwirte weltweit die Dummen.

Der Gesetzentwurf wurde von der US-Demokratin Rosa DeLauro im Februar 2009 eingebracht, ihr Ehemann Stanley Greenberg arbeitet für Monsanto. Das Gesetzt soll schon in den nächsten Wochen verabschiedet werden, bevor die Bevölkerung davon erfährt. Mehr dazu.

 

 

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