Nativ, kaltgepresst oder raffiniert: Die Vielfalt der Bio-Öle

Ein gesunder Lebensstil, ausreichend Sport sowie ein konstanter, wachsamer Blick auf die Ernährung – diese Faktoren sind für viele Menschen heutzutage sehr wichtig.

Wer gerne bekömmlich kocht, greift daher zu vielfältigem Gemüse, frischen Kräutern und hochwertigen Pflanzenölen. Um diesen perfekten, gesunden Lifestyle herum entstand in den Medien in den letzten Jahren sogar ein wahrer Hype. Regelmäßig kommen neue Lebensmittel zum Vorschein, die zum Superfood des Jahres gekürt werden und neue Ernährungsformen tauchen auf. Durch die tägliche Informationsflut sind jedoch viele Menschen zunehmend unsicherer und fragen sich, ob sie sich tatsächlich noch gesund ernähren. Oft sind es kontroverse Diskussionen, die ausbrechen und letztendlich für Verwirrung sorgen. Besonders im Fokus steht dabei das Öl.

Woran lässt sich also ein hochwertiges Pflanzenöl erkennen? Und worin unterscheiden sich die einzelnen Öle? Viel zu oft stellt man sich beim Kaufen außerdem die Frage: Soll ich mich für „nativ extra“, „kaltgepresst“ oder „raffiniert“ entscheiden? Wir klären auf und helfen Ihnen, beim nächsten Einkauf zum richtigen Öl zu greifen.

Native und kaltgepresste Öle

Zunächst lassen sich native und kaltgepresste Öle in eine Kategorie einordnen. Bei beiden Ölen sind es Samen, Früchte oder Kerne von Pflanzen, die kalt ausgepresst werden. Das bedeutet, dass keinerlei Wärmezufuhr benötigt wird, um das Öl zu gewinnen. Durch diesen schonenden Prozess kommt es zu einem immensen Erhalt von Geschmacksstoffen, aber auch von Vitaminen und Mineralstoffen. Daher gelten kaltgepresste oder native Öle als gesünder. Die ungesättigten Fettsäuren in diesen Ölen sorgen für eine optimale Versorgung des Körpers mit gesunden Fetten, die für einen funktionierenden Körperhaushalt essentiell sind.

Das Einsatzgebiet nativer und kaltgepresster Öle

Kaltgepresste Öle sollten Sie auf keinen Fall zum Braten, Backen oder Frittieren verwenden, denn hierbei kann Rauch entstehen, der krebserregende Substanzen in den Speisen hinterlässt. Allerdings eigenen sich native Öle sehr gut zum Verfeinern von Salaten, Fleisch oder Fisch. Schon ein kleiner Schuss Öl kann den Geschmack des Gerichts vollkommen verändern. Durch den schonenden Prozess des Pressens bleiben außerdem sehr viele Geschmacksstoffe im Öl enthalten. Dadurch unterschieden sich Olivenöle, Rapsöle sowie Sonnenblumenöle geschmacklich stark voneinander.

Raffinierte Öle

Raffiniertes Öl hingegen wird durch das Einwirken von Wärme auf die Samen, Kerne oder Früchte erzeugt. Zudem wird während des Prozesses ein Lösungsmittel hinzugegeben, das dazu beiträgt, dass deutlich mehr Öl herausgelöst werden kann. Hierbei kommt es jedoch auch zum Ablösen unerwünschter Begleitstoffe. Diese gilt es danach wieder aus dem Öl herauszufiltern, was in der Fachsprache als „Raffinieren” bezeichnet wird. Bei diesem Prozess gehen allerdings Vitamine und ungesättigte Fettsäuren verloren. Aus diesem Grund gelten diese Öle als ungesünder.

Das Einsatzgebiet raffinierter Öle

Raffiniertes Speiseöl hat jenen Vorteil, dass es auf sehr hohe Temperaturen erhitzt werden kann. Daher eignet es sich besonders gut zum Frittieren von Lebensmitteln. Durch die hohe Hitzebeständigkeit entsteht kein Rauch oder Qualm, was bei einem nativen Öl hingegen der Fall wäre. Somit eignen sich raffinierte Öle gut zum Grillen, weil Kräuter und Gewürze grundsätzlich eher zum raschen Verkohlen neigen.

Reine oder gemischte Öle?

Eine weitere Frage, die Sie sich stellen sollten: Möchten Sie ein reines oder gemischtes Öl? Die meisten Öle tragen den Namen ihrer Ursprungspflanze. So enthält ein Sonnenblumen-, Raps-, oder Olivenöl mindestens 97 Prozent Öl aus der jeweils angeführten Pflanze. Finden Sie auf dem Etikett zudem den Aufdruck “rein” oder “sortenrein” können Sie sichergehen, dass das Öl sogar zu 100 Prozent aus dieser Pflanze besteht. Zudem gibt es auch Mischöle, die meist als “Pflanzliches Öl” bezeichnet werden.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Neue Beiträge